I believe I can fly

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Dienstag, 14. November 2006

Eintrag

Nach einer Woche kommt nun endlich wieder der erste RICHTIGE Eintrag. Ja, ich habe das Bloggen vermisst, aber ich denke ihr könnt euch alle nicht beschweren, dass ihr von mir nichts hören würdet.
Ich habe mir mittlerweile sogar angewöhnt Stichworte über meine Gedanken in meinen Kalender zu schreiben, deshalb kann es gut sein, dass ihr jetzt einen ziemlich langen Text hingeknallt kriegt. Ich weis nochnicht wie lange meine kreative Phase tatsächlich hält.

Hm.. wo fange ich an... selbst mit Stichwörtern wird das doch etwas schwer.
Vielleicht einfach am letzten Mittwochfrüh. Ich lief ganz normal, wie ich das jeden Tag tue, wenn ich nicht gerade einen Chauffeur da habe den Rübezahlweg runter und da bei uns an der alten Schule von mir eine neue Mensa gebaut wird stand mitten auf der Straße ein Lastwagen. Es war später als normal, weil ich Mittwochs immer erst zur Dritten habe. Besagter Lastwagen war wohl mit irgendwelchen stählernen Stangen beladen, um ehrlich zu sein kann ich mich gar nicht mehr so wirklich daran erinnern, weil mir eine andere Sache ziemliches Kopfzerbrechen bereitete...
Haben Maschinen Gefühle?
Ich lief an besagtem LKW vorbei und irgendwie... klickte und klackte er so erbärmlich... und seufzte, dass er mir ehrlich leid tat... Hat er wohl Probleme mit den Lasten, die ihm aufgeladen wurden ? Oder war es reine Trägheit, wie die Geräusche, die mein Kater macht, wenn er mein Bett vollsabert, weil er so entspannt ist?
*seufz* Vielleicht spinn ich auch nur rum, aber das hat mich zumindest ziemlich ins Nachdenken gebracht, wobei ich da durchaus sagen muss, dass ich dabei an ein Gespräch mit Joa denken muss, dass schon ewig herzusein scheint. Solange nicht einmal alle Menschen gleiche Rechte und Möglichkeiten haben, wie soll man sich dann ernstliche Gedanken über die miteinbeziehung von Maschinen machen? Und bevor ich mit diese Gedanken über Maschinen mache, will ich definitiv auch erst anständige Rechte für Tiere sehen!
Verzwickter wird es da nur mit Androiden. Und da ist die Forschung mittlerweile sehr sehr schnell und gut dabei. Irgendwie ist mir da unwohl dabei, wenni ch ehrlich bin.

Nuja, aber dann lief ich weiter... und habe den Mond noch gesehen. Wie er von der Sonne angestrahlt wurde... Und mir wurde tatsächlich das erste mal bewusst, dass ich nicht ansich den Mond sehe, wie er leuchtet, sondern ich war mir eindeutig bewusst, dass es die Sonne ist, die alles anstrahlt... komisches Gefühl und ichweis auch nicht ob ihr das nachvollziehen könnt. Aber irgendwie... das ist, wie wenn man lange etwas betrachtet, langsam ein Problem entdeckt und noch eine ganze Zeit später tatsächliche Zusammenhänge erkennt... Das Gefühl ist toll, auch wenn es mir die Möglichkeit des vorangegangenen Blickwinkels nahm.
Irgendwie ist mir da auch bewusst geworden, wie Minderwertig wir sind.... Naja, minderwertig ist vielleicht falsch, aber... hm... Klein!

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass die Lichter einer Stadt bei Nacht aussehen, wie gefallene Sterne? Zumindest aus Distanz. Komisch, nicht? Vielleicht wurden mir schon die Sterne vom Himmel geholt? Vielleicht ist das wieder so eine Sache, dass man das was man hat nicht wirklich würdigt. Ist euch zum Beispiel schoneinmal aufgefallen, dass Glühbirnen (egal welcher Art) sehr interessant aufgebaut sind? Nein? Dann wird es höchste Zeit.
Hier mein Appell für Heute: Sucht euch etwas, dass ihr für völlig selbstverständlich haltet und befasst euch damit! Bewundert es, wertschätzt es, nehmt euch Zeit für es!

An besagtem Morgen bin ich sehr untypisch den Rainer-Ebert-Weg gegangen, den ich normalerweise nur sehr sehr selten benutze und da standen tatsächlich zwei ältere Damen,die sich unterhielten. Aber irgendwie... komisch. So typische Frauen habe ich selten gesehen. Beide sehr ... kokett angezogen und stark am lästern. Über das Lehrerhandwerk. Ich weis nicht, ob sie tatsächlich ernsthaft darüber nachgedacht haben, was sie da so lautstark kommentierten, denn sie meinten als Lehrer habe man es heutzutage sehr sehr einfach, weil die Schüler ja nichts mehr lernen wollen. Also für mich ist das ein Widerspruch an sich! Aber naja, ich denke das brauche ich nicht wirklich ausführen, oder? Mich hat es eher geschockt, dass die beiden so neidisch waren, was sie offensichtlich nicht wirklich kannten. Ich habe mir Sorgengemacht, dass Neid eigentlich viel zu oft vorkommt und man erst alles gut durchdenken sollte, bevor man neidisch sein sollte. Neid ist sowieso ein total unsinniges Gefühl.. woher das wohl kommt? Und ob es was relativ modernes ist?

Damit im Zusammenhang ist mir eingefallen, dass man sich total schnell an Luxus gewöhnt... Das ist total fürchterlich. Ich meine, klar Luxus ist was tolles, aber ich bin ehrlich froh um so Erfahrungen wie Polen oder Larp, wo man als "Stadtmensch" doch.. zumindest im Kleinen auf Luxus verzichten muss/kann/sollte. Ich denke auch Jens wird jetzt nach seiner Larp-erfahrung auch einiges mehr zu schätzen wissen oder nicht mehr für selbstverständlich halten. Ich kann aber nicht einschätzen ob er froh um diese Erfahrung ist? *aufantwortfreu*

Meint ihr kreative Menschen sind mutiger? Ich denke schon.

Und noch eine Frage zum Abschluss diese Posts:
Wieso lassen einen immer die Leute reinfahren, nach denen man sowieso gefahren wäre?

3 Kommentare:

kampfwaer hat gesagt…

Hmm... interessanter post =)
Aber die letzte Frage versteh ich irgendwie ned xD
Also s macht für mich keinen sinn *wohl zu doof ist*

kampfwaer hat gesagt…

frage geklärt: ja das kenn ich auch, das is einfach nur lusitg ^^ irgendwie regts auf aber andererseits denkst du dir naja wies halt imme ist (also das mit den autos ^^)

Und das umstellen ist eigentlich (in kleinem stil) recht schnell möglich. Also grad sowas wie weniger geld oder so

Kampfschaf hat gesagt…

^^ Ich seh schon, mit der Luxus /Neid Diskussion können wir gut den Samstag füllen? Was haltet ihr davon?

Ich finde, dass selbst Rechtsextremisten trotz ihrer völlig bescheuerten (und stark zu verurteilenden) Einstellung durchaus mutig sind. Ich danke Jens, dass er es eigentlich recht gut ausgedrückt hat, was ich sagen wollte.