In der zweiten Woche haben wir dann langsam Arbeitsroutine bekommen. Wir durften an unsere richtigen Sitzplätze und haben unsere engsten Kollegen kennengelernt. Bei mir sind das Cornelia, meine Mentorin, Toni, die Stimmungskanone, Achim, der ruhige Gegenpol zu Toni, Stefan, der Wunderbär, und Ingrun, die nebenher noch als Übersetzerin arbeitet. Alle 5 sind einfach super nett, helfen immer gerne und es ist einfach super kollegial. Ich habe mich sofort wohl gefühlt :)
Mir tat Toni in der Woche sehr leid, weil er 1 Pullover verloren hat (irgendwo liegen lassen und nicht wiedergefunden) und beim Frisby spielen auch noch seine Badge, die wir alle zum Anmelden im System haben. Das hat ihm einiges an Stress eingebracht, auch bei CPL, die natürlich nicht so gern sehen, wenn jemand die wichtigen "Dokumente" verliert. Außerdem wäre er fast angehalten worden von der Polizei beim durch Dublin fahren, obwohl sein Auto momentan keinen TÜV hat und er eigentlich nicht rumfahren dürfte. Aber Toni ist ein kleiner großer Chaot und kommt mit sowas ganz gut klar :)
Mein Arbeitsmonitor hat locker 40 Zoll, wenn nicht sogar mehr! Mein Schreibtisch, auf dem der Monitor steht und sonst nur noch Maus und Tastatur ist wirklich wunderbar groß, damit man genug Platz zum Arbeiten hat und sich schön ausbreiten kann (Süssigkeiten, Getränke, Schreibblock und Kaffeetasse brauchen einfach Platz ^^).
Unser Ziel für die erste Woche waren putzige 15 Fälle pro Tag. Mittlerweile müssen wir mindestens das dreifache machen. Wie das in nächster Zukunft aussieht weiß ich noch nicht, aber mal schaun. Das ist auf jeden Fall bisher nicht wirklich stressig. Ich habe schon in der ersten Woche aus Langeweile das Doppelte der Vorgaben gemacht.
Jonas sitzt lustigerweise genau ein Stockwerk und einen Platz neben mir :) Er arbeitet beim Team, dass für Spam zuständig ist. Das ist ein internationales Team, während bei mir nur Deutsche in der Abteilung sind. Aber Jonas darf dann mal selbst erzählen, was bei ihm so los ist, wenn er möchte, immerhin ist das hier ja mein Blog :P
Eine wirklich ärgerliche Sache, die mir schon direkt in der ersten Woche aufgefallen ist, ist, dass ich direkt unter der Klimaanlage sitze. Das ist sehr unangenehm, weil wir in einem Großraumbüro sind (ohne so Trennwände) und bei uns im luftigen Ende des Raumes, die Temperatur immer 2-3 Grad kühler ist, als in der Mitte, wo viele PCs ziemlich aufheizen. Leider können wir auch die Fenster nicht wirklich aufmachen. Die Fenster auf Körperhöhe sind gar nicht zu öffnen und die über Kopfhöhe sind nur so bisschen zu kippen.. Das heißt die Klimaanlage springt eben irgendwann einfach an. Es geht wohl auch nicht nur einen Teil der Klimaanlagen anzuschalten... Daher habe ich mich jetzt entschieden mir mehr Schals zu kaufen und fleißig immer einen in der Arbeit dabei zu haben, wenn das blöde Ding wieder anspringt.
Die Arbeit selbst, dann im wirklichen Arbeiten ist super stupide. Man überprüft meistens anhand der Webseite ob alles noch aktuell ist und wenn man etwas auf der Homepage nicht findet muss man eben anrufen. Die meisten Leute sind wirklich nett, wenn man anruft und sehen ein, dass es ja in ihrem Interesse ist, dass die Kunden zu ihnen finden. Ab und zu hat man dann aber doch Leute, die einfach schlechte Laune haben, denken, dass man ihnen etwas verkaufen will (was wir ja nicht machen!) oder einfach nicht verstehen, was man da vermeintlich kriminelles vor hat. Aber dafür hat man dann wieder super liebe Menschen am Telefon.
Mein erster Anruf beispielsweise war mit bisher der beste: "Ich wollte noch Danke sagen! Ehrlich! Dank Google-Maps kann ich jetzt 2 Schnitzel am Tag essen!" ^^
Achja, ich wollte noch fragen, ob es in Deutschland auch Kinderbueno White gibt? Kennt ihr die? Ich kenn die erst seitdem ich hier bin und die gibt es auch nur sehr selten. Die sind aber soooo geil! Wenn nicht muss ich unbedingt mal welche besorgen, wenn ihr zu Besuch kommt.
Vor allem zusammen mit dem Team, den angenehmen Räumlichkeiten bei Google (an dieser Stelle auch ein freudiger Kommentar über die so gut wie immer sauberen Toiletten! Nicht so allgegenwärtig, wie man das gerne hätte ^^) und der bombastischen, immer wechselnden Auswahl an Frust-Trost-Motivations-Schoki gehe ich gerne in die Arbeit. Ich stehe gerne auf und freue mich auf dem Weg, dass ich einen soliden Job habe, bei dem ich das Gefühl habe, dass der Name im Lebenslauf mir später weiterhelfen wird :)
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