Die sechste Woche in Irland hat dann gleich mal ganz schlecht angefangen. Ärger im Paradis. Es war nämlich so, dass ich mit Jonas am Sonntag ausgemacht hatte, wenn er mich verspricht nach dem Tennis die Küche sauber zu machen (seine Aufgabe hier im Haushalt), spiele ich mit ihm am Sonntag Tennis. Also habe ich mich aufgerafft und mit ihm einige Zeit Tennis gespielt... tja, die Küche wurde aber trotzdem nicht geschrubbt! Ziemlich übel, wie ich finde. Immerhin hatte ich ja auch keine Lust auf Tennis. Und es ist nicht so, dass man argumentieren könnte, dass Tennis ja auch gut für mich ist. Eine saubere Küche, wo er ja kocht und was auch einfach nicht eklig ist, im Gegensatz zu seiner vollgemüllten Küche ist ja auch gut für ihn!
Naja auf jeden Fall haben wir uns dann zielmich in die Wolle gekriegt, weil er ein Eidbrecher der übelsten Sorte ist. Und Montag war dann immernoch so vorsichtige Spannung im Raum, weil ich nicht sicher war, ob wir uns wieder voll versöhnt hatten oder nicht. Irgendwie war dann voll die komische Stimmung und wir haben dann auch ausgemacht, dass wir einen Kuscheltag einlegen. Also abends war dann schon wieder alles gut, aber es ist doch irgendwie was anderes, wenn man im Ausland zusammenlebt und niemand hat zu dem man einfach mal schnell gehen kann um sich auszukotzen und sich mal kurz ausm Weg zu gehen. Ich wette ich könnte schon Daniel anrufen und sagen "Hast du Zeit mir gehts schlecht" oder tad, aber irgendwie ist das halt doch noch mal was anderes. Vor allem bei tad kann ich mir das sehr gut vorstellen. Es zeigt halt doch, wie sehr das hier eine vollkommen andere Umgebung ist. Ich glaube auch vor allem damals war es noch so, dass wir hier halt niemanden kannten. Aber nach Daniels Hausparty und den vielen Zugfahrten mit tad sind wir hier wieder ein Stück mehr "zu Hause".
Am Dienstag wollte Jonas dann endlich mal zu Westwood gehen und sich anmelden. Westwood ist das Fitness-Studio hier direkt um die Ecke. Wir laufen ungefähr so lange zum Fitness wie in die Arbeit, eher etwas kürzer sogar.
Ich finde es sehr wichtig, dass das Fitness-Studio nicht zu weit weg ist, sonst würde ich mich ja doch wieder nicht aufraffen hinzugehen. Ich finde es ist oft so leicht demotiviert zu sein, obwohl es ja eigentlich zum eignenen Besten ist und man ja schon hingehen will. Bei mir ist es sogar so, dass wenn ich dann mal da bin, ich total glücklich bin hingegangen zu sein. Aber nur die Motivation zu finden sich aufzuraffen, DAS ist das Problem. Selbst das Sport machen ist super. Ich habe auch gemerkt, dass nach dem Arbeiten im Bellissima, das Grundbedürfnis nach Bewegung einfach irgendwie da ist. Ich musste jetzt so lange (über ein Jahr) mindestens 2 Mal die Woche zum Sport machen da hin, das das schon irgendwie in meinemUnterbewusstsein mit drin, glaube ich.
Naja, Unterbewusstsein hin oder her, hatte ich Dienstag trotzdem keinen Bock zu einem fremden Fitness-Studio zu gehen, um da bei einem Probetraining mitzumachen, also hab ich so lange rumgejammert, bis Jonas, der ja auch leicht zu demotivieren ist, auch keine Lust mehr hatte und wir zu Hause geblieben sind.
Am Dienstag habe ich übrigens offiziell angefangen Lotto zu spielen. Ich spiele bei einer Gemeinschaft meiner Arbeitskollegen mit, die jeder immer so um 1 oder 2 Euro spielen. Momentan sind 150 Millionen Euro im Jackpot... Ich hoffe inständig, dass wir doch mal eine vernünftige Menge gewinnen ^^ Dann wäre Irland wirklich ein voller Erfolg ^^ Ich bin gespannt, wenn dann jetzt bald viele Leute aufhören, ob das Lotto noch weiterläuft.
Am Mittwoch war dann gar nicht viel los, weil zwar die Sonne ganz toll geschienen hat, aber Jonas ganz arge Kopfschmerzen hatte, sodass an Tennis spielen oder Fitness-Studio-Anmeldung nicht zu denken war. Immerhin haben wir ein bisschen das gute Wetter genossen. Ist hier ja selten genug ;)
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