Abends hab ich dann noch Obsidian Butterfly von den Anita Blake Romanen fertiggelesen. Ich hänge hier gleich mal noch meine Rezension darüber ein. Gundu hatte mich ja schon gewarnt, aber es war trotzdem cool ein wenig mehr mit Edward zu haben. Jonas hat sich derweil mit dem Flussvatertempel bei DSA 2 auseinandergesetzt. Während dem Abendessen haben wir Big Bang Theorie und Glee die erste Staffel zu Ende geschaut :)
Total krass und erwähnenswert sind aber die Probleme, die Jonas mit seiner Versicherung hatte. Wir sind ja nicht versichert über unsere arbeit (Deutschland, wie vermisse ich dich ^^). Daher mussten wir uns was suchen, da Jonas aber vorher bei der AOK war und die ihn hassen, haben die ihn zwangsversichert solange er noch keine andere Versicherung hat. Obwohl er deutschland verlässt. Naja. Also hat er erst versucht bei der DKV unterzukommen. Jetzt ist das so krass... die wollen ihn nicht versichern, weil er so behindert und adipös ist. Das ist soo krass, irgendwie. Ich meine, Versicherungen sind doch solche Schweine! Nie wollen sie zahlen oder tun rum, wenn was ist -.-
Auf jeden Fall hat Jonas sich dann hier in Irland umgeschaut und wollte sich hier versichern jetzt ist das sooo krass, weil Jonas Mama angerufen hat, weil der Versicherungstyp bei ihr angerufen hat und sie meinte, dass er meinte, dass Jonas unbedingt den Antrag zurückziehen soll, weil, wenne r jemals bei einer privaten Krankenversicherung abgelehnt wurde (was die DKV ja ist, weils die freiwillige Auslandsversicherung ist), dann nimmt ihn vielleicht nie mehr jemand... 0_0 Wie bescheuert ist das denn?!??!!?
Gott sei Dank war das noch möglich und jetzt ist Jonas eben hier in Irland krankenversichert... so krass... und alles nur, weil Jonas dick ist!
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In diesem Roman eilt Anita Blake ihrem langjährigen Freund Edward zu Hilfe. Da Edward ihre Hilfe in einem mystischen Mordfall benötigt, wird Anita Blake plötzlich in das Spiel um seine zweite Identität verwickelt. Der skrupellose Kopfgeldjäger hat sich in New Mexico ein gemütliches Nest gebaut und spielt die Rolle des netten Nachbarn Ted. Während Anita ihm bei der Aufklärung der Ritualmorde hilft, gerät Teds Familie in Gefahr. Plötzlich hat es Anita also nicht mehr nur mit gehäuteten, verstückelten Leichen zu tun, sondern auch mit einer Truppe Spezialeinheiten, die es auf Teds Kinder abgesehen haben.
Natürlich schafft Anita es, die Situation zu überleben, doch um welchen Preis?
Mich hat der Roman sofort damit gefesselt, dass man plötzlich etwas über Edward erfahren konnte. In allen anderen Romanen war er immer der mysteriöse Killer, der völlig gefühlskalt nur dafür lebt Monster zu jagen und zu töten. Jetzt wird er plötzlich von seiner Rolle als netter Mann von nebenan überwältigt und rastet beinahe aus, als seine Familie in Gefahr gerät. Man erfährt in diesem Roman mehr über Edwards Vergangenheit und Person als in allen 8 Romanen davor zusammen. Mir hat es sehr gefallen, wie Hamilton es schafft einerseits Edwards menschliche Seite zu zeigen, aber gleichzeitig verhält er sich konsistent, wie man es von ihm erwartet. Auch wenn man neue Facetten an ihm kennenlernt, verliert er nicht seine Persönlichkeit. Für mich war vorher Edward schon immer eine meiner Lieblingsfiguren, dahingehend wurde ich ihn diesem Buch nur bestärkt.
Allerdings hat mich der Roman im Gesamten eher enttäuscht. In den vorherigen Romanen hatte ich schon immer das Gefühl, dass die Brutalität und die Lüsternheit von Anita Blake und auch ihren Fällen und ihrem sozialen Umfeld immer weiter zugenommen hat. Was sich in vorherigen Romanen langsam steigert scheint jetzt seinen Höhepunkt erreicht zu haben, was allerdings dazu führt, dass die Geschichte zu brutal ist und meine Vorstellungskraft einfach keine Lust mehr hatte auf soviel Eingeweide und Zerstückelung, dass es mich nur noch albern und unnötig vorkam. Ich empfand es nicht als übermäßig eklig, sondern als zu abgehoben, wie die Leichen am Tatort zugerichtet waren und für mich haben diese ständigen Übertreibungen die Geschichte sehr beeinträchtigt.
Hätte Hamilton auch auf so viele überflüssige, absurde Szenen verzichtet, hätte sie es vielleicht auch geschafft der Geschichte mehr Fluss zu verleihen und das Ende nicht so aprupt zu gestalten. Ganz am Anfang des Romans beginnt sie eine Geschichte um die Familie von Edward, dann hört man von diesem Handlungsstrang allerdings 400 Seiten gar nichts mehr und alle Sorgen sind vergessen (was auch nicht wundert, wird Anita Blake in dieser Zeit geschätzte 5 Mal fast umgebracht - oh, ein Mal davon sogar tatsächlich). Plötzlich tauchen die Bösewichte vom Beginn der Geschichte wieder auf und ich muss ehrlich gestehen, dass ich etwas verblüfft und verwirrt war, wer das eigentlich nochmal sein soll. Das war mir bisher bei Hamiltons Anita-Blake-Romanen nicht passiert.
Mir ging es sogar so, dass ich zwischenrein zwei Mal überlegt habe das Buch zuzuschlagen und aufzuhören, als es immer abenteuerlicher wurde, was Anita Blake alles wegstecken kann. Mir hat an ihr immer gut gefallen, dass sie übermenschlich ist und mit den harten, üblen Kerlen mithalten konnte, aber in diesem Roman geht Hamilton einfach zu weit. Alles hat seine Grenzen und die wurden mehr als ein Mal überschritten. Es wirkt irgendwann einfach albern, wenn sie Superman gleich nach jedem Kampf 2 Tage später wieder makellos in die nächste Auseinandersetzung zieht.
Ich bereue es zwar nicht diesen Roman gelesen zu haben, aber das liegt hauptsächlich daran, dass man sehr viel über Edward erfährt. Die Handlung hätte mir deutlich besser gefallen, wenn sie nicht so abgehoben gewesen wäre und sich nicht ständig überschlagen hätte, im Versuch die vorherige Szene an Brutalität und Splatter zu übertreffen.
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