I believe I can fly

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Sonntag, 17. Juli 2011

A Brave New World

Mi 15.6.

So, endlich komme ich zum großen Tag unserer Abreise. Die Endvorbereitungen gingen eigentlich nur noch bei Jonas vonstatten. Wir hatten soweit ja alles geregelt, meine Bank wusste auch schon Bescheid. Versicherung war bei der AOK schon gekündigt und alles war soweit ganz gut im Zeitplan. Außer, dass mein lieber Göttergatte noch immer nicht fertig war mit packen...

Naja, bei uns sah es dementsprechend noch ein wenig sehr unordentlich aus.

Eigentlich hätten wir uns den ganzen Packstress auch sparen können, im Nachhinein. Jonas Mama hat allen Ernstes tatsächlich nochmal alle Pakete, die wir noch gestresst gepackt hatten wieder aufgemacht und umgepackt, neu sortiert und einer genauen Prüfung unterzogen. Ich sag dazu jetzt mal näher nichts, aber etwas merkwürdig finde ich das schon. Da hätten wir auch einfach einen Haufen machen können und das nächste Mal sagen, dass sie es uns bitte einpacken soll, ändert am Endergebnis nur, dass wir uns die Zeit sparen das Ganze einmal schon gepackt zu haben.

Nun gut, als wir dann aber endlich fertig waren, hat sich Jonas ein typisch deutsches Abschiedsmahl gewünscht: Döner. Also sind wir noch schnell zu AliBaba in Gmünd gelaufen und haben uns da verköstigen lassen. Ziemlich zügig danach mussten wir dann auch schon los nach Memmingen von wo unser Flieger wieder abflog. Immerhin wussten wir dieses Mal schon wo wir da hinmüssen und wo man schnell parken kann. Ich sage euch, die Koffer waren ziemlich schwierig, aber dass ich Schwierigkeiten mit meinem Koffer hatte... dazu später mehr. Den Koffer wurde ich ja erstmal schnell wieder los, da er ja eingecheckt wurde.

Dann ging das warten los. Da wir ja nicht einfach nur in den Urlaub flogen, sondern ja wegzogen, waren wir um einiges zu früh. Wir konnten in Ruhe einchecken und unsere Pässe kontrollieren lassen, aber danach zog sich das Warten auf den Abflug ewig hin. Das Wetter war total heiß und ich hatte irgendwann das Gefühl zergehen zu müssen, wollte mir schon noch was kaufen, aber wir waren eigentlich schon hinter der Einkauf-Zone.. aber irgendwann gings ja dann doch weiter ins Flugzeug. Im Flieger selber mussten wir dann aber doch was zu trinken kaufen. Das war das erste Mal, dass ich überhaupt was im Flugzeug gekauft habe :( Überteuertes Zeug... mein innerer Schwabe hat ganz schön geschrien ;) NACHDEM er wieder hydriert war ;)

Lustig war auch, dass ich extra in Stiefeln geflogen bin, weil meine Turnschuhe nicht so schwer sind, die also das Handgepäck nicht weiter beschweren. Aber natürlich sind Stiefel auch nochmal ein gutes Stück wärmer als Turnschuhe..

Das erste was ich gemacht habe nachdem wir gelandet waren und am Gepäckband waren war, meine Schuhe umzuziehen. So, ich hatte ja eben angekündigt, dass mein Koffer einige Schwierigkeiten gemacht hat... der fuhr so lustig auf dem Gepäckband eine Runde und wir kamen leider gerade da an, als er wieder hinten verschwunden war... also nochmal. Ich hab brav gewartet bis er zu mir gefahren kommt und ich glaube das war das Verhängnis. Man sollte vielleicht dazu sagen, dass ich den Koffer von Jonas Eltern bekommen habe mit den Worten, den kann ich behalten, der is sowieso nimmer schön und wir können uns hier dann ja nen schönen, neuen kaufen. … Hätte ich schon vor Reiseantritt gewusst, wie schlimm das Problem tatsächlich ist -.-

Als ich nämlich meinen Koffer vom Band gehoben habe – PENG- knallte der gute auf und meine Unterwäsche hat sich aufm Flughafenboden verteilt. Das ist nicht nur eklig sondern auch peinlich...

Ich hatte vor allem das Glück in dem Moment den einen Stiefel halb ausgezogen gehabt zu haben (Reißverschluss offen) und am anderen Bein gerade am Turnschuh anziehen gewesen zu sein (Schnürsenkel offen)... war sicher ein lustiger Anblick. Als mir die Frau nebenan mir noch freundlicherweise ein Höschen von mir reichte, das ich übersehen hatte, war es aus. Mein Kopf war mindestens so rot wie die Kein-Durchgang-Schilder...

Als ich dann auch alles eingesammelt hatte, sah ich, dass der Koffer nicht richtig zugeht... gar nicht.. nicht mal mit abschließen... hervorragend... Ich musste mit dem blöden Ding ja dann nur noch einmal komplett durch Dublin. Wenn's weiter nix is....

Nuja, es ging eigentlich soweit ganz gut, außer, dass ich mir ein bisschen arg viel Paranoia deswegen gemacht hab, dass er mir nochmal aufplatzt (lieber so, als dass ich nachher auf der Hauptstraße meine Unterwäsche aufsammeln darf). Am Flughafen sind wir aus einer weiblichen Intuition von Jonas heraus an den Tourist Information – Schalter gegangen und haben uns einen neuen Busplan geben lassen und uns da Rambler gekauft (Mehrtageskarten für den Bus). Lustigerweise war genau in der kurzen Zeit zwischen unseren beiden Besuchen das ganze Netz umgestellt worden. Einige Linien sind zusammengefallen, neue sind entstanden, aber auf jeden Fall war unser alter Plan völlig unbrauchbar. Dabei hatten wir ihn erst knappe 3 Wochen vorher geholt!

Im Bus auf dem Weg zum Hostel haben wir dann tatsächlich Deutsche aufgegabelt, die auf der Suche nach unserem Hostel waren und keine Ahnung hatten, wo genau das sein soll. Also haben wir sie kurzerhand adoptiert und sind zum CityHostel (die übrigens eine sehr lustige Hintergrundmusik auf ihrer HP haben). Einchecken, Zimmer beziehen (nicht dasselbe wie letztes Mal, dieses Mal ein schöneres). Zum Abendessen sind wir dann zu Toni's wieder. Yammy!

Das war's dann aber auch schon wieder für Mittwoch. Da ich nicht glaube, dass ich schon ein Bild von unserem Hostel gezeigt habe, hier noch ein Foto, wie unser zweites Zimmer aussah. Vom ersten habe ich leider keins gemacht, sonst hättet ihr selbst vergleichen können.


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