Am entscheidenden Morgen sind wir dann natürlich viel, viel zu früh aufgestanden, damit wir genug Zeit haben unseren Weg zu finden und uns notfalls nochmal verlaufen zu können, ohne dass es etwas ausmacht. Gefrühstückt haben wir Wraps, sehr schade, dass ich davon keine Bilder gemacht habe, aber ich hoffe ihr könnt mir verzeihen, dass ich in dem Moment etwas anderes im Kopf hatte. Die Wraps waren echt lecker, aber wie alles in Irland, sehr teuer.
Mit unserem Essen bewaffnet sind wir dann mit dem Bus Richtung Shutte-Station gefahren, waren dann aber zwischenrein etwas aufgelöst, weil es mehrere Busstationen gibt, die Clontarf heißen... mittlerweile wissen wir, dass das das Viertel hier ist (in dem wir nu auch wohnen :) ). Natürlich waren wir vollends verunsichert, da wir den Busfahrer auch nicht wirklich verstanden haben, aber nicht wie die Idioten 10x nachfragen wollten sind wir halt mal mitgefahren und haben gehofft, dass der Busfahrer uns richtig Bescheid geben kann....
Glücklicherweise war eine nette Frau mit uns im Bus, die sich zu uns umgedreht hat als sie ausgestiegen ist und meinte, sie müsse auch zum BusinessPark und wir sollen ihr folgen. Die gute hatte einen ziemlichen Stechschritt drauf, aber wir sind ihr dann brav hinterhergedackelt. Ich muss ehrlich sagen, ohne die Dame hätten wir das Shutte NIEMALS gefunden! Leider habe ich die seit damals nicht mehr wiedergetroffen. Wir sollten sie wirklich auf was einladen! Das Shuttle wartet direkt an der Dart-Station, das ist aber erstmal für Ahnungslose nur eine Dart-Station und ein Parkplatz dazu, dass da ein Shuttle zum Business Park geht, sieht man eigentlich nicht so richtig. Wäre diejenige nicht zufällig dagewesen, hätten wir den Job wahrscheinlich vergessen können. Also stiegen wir geschwind in den Shuttlebus und fuhren die knappe Viertelstunde zum Business Park, dann kam die nächste Hürde. Weil wir in der ganzen Aufregung nicht aufgepasst haben, hatten wir keine Ahnung wohin wir genau müssen, da der Business Park genau das ist wonach er klingt. Jede Menge kleine Hochhäuser, in denen Bürogebäude sind. An keinem stand Google...
Wir haben dann nochmal den Busfahrer gefragt, der war sich zwar nicht ganz sicher, hat uns aber richtig gelotst :)
Aber natürlich waren wir eine halbe Stunde zu früh vor Ort. Jetzt soll man ja nicht übermäßig früh zu sowas kommen, also sind wir ums Google-Gebäude gewandert und haben entdeckt, dass das direkt am Meer liegt (Also eigentlich ein Kanal, der vom Meer direkt gespeist wird, also man sieht wirklich richtig die Gezeiten und alles, aber da ist jetzt kein Strand oder so). Da sind auch kleine Bänke und eine schöne Hecke mit Bäumchen und allem. Besonders lustig fanden wir, dass an den ganzen Bäumen hunderte von Schnecken hingen, die einen beim Aufstieg, die anderen beim Abfall ;)
Als es dann Zeit war (noch 10 Minuten zu früh), sind wir dann ins Gebäude, wir wussten ja nicht, dass es direkt im Erdgeschoss ist und wir direkt von unserer zuständigen CPL-Hilfe abgeholt wurden. Das war Jenny, diejenige, die sich auch jetzt noch um uns hier vor Ort kümmert. Zu dem Zeitpunkt musste ich dermaßen aufs Klo... aber ich hab mich dann doch nicht getraut zu fragen (eigentlich wollte ich den Portier fragen, aber da kam dann direkt Jenny...) und bis ich dann reingerufen wurde zum tatsächlichen Interview hatte ich das sowieso wieder vergessen. Als wir da noch knappe 5 – 10 Minuten gewartet haben, kamen dann auch ein paar der Leute, die wir während des Trainings wiedergetroffen haben. Das war echt lustig.
Das Interview von mir selbst war vom Oberchef von Google von der Dublin-Site. Kevin. Es war echt cool, der locker eigentlich, aber seine Fragen waren schon heftig in dem Moment. Meine zwei Highlight-Fragen: Wieviele Ping-Pong-Bälle passen in diesen Raum? Und : Wie sind die Tastenkürzel für Copy, Paste und Undo?
Ich konnte dazu schon was sagen, aber so wirklich wohl fühlte ich mich mit meinen Antworten nicht. Zwischenrein kam ich dann schon auch ziemlich ins Stottern und ich tu mich immernoch schwer zu behaupten, dass ich flüssig Spanisch spreche (was er eben auch fragte, ob ich das könnte).
Aber das ging dann auch rum und dann musste ich noch etwa 5 Minuten warten, bis Jonas aus seinem Interview kam. Dabei hatte ich viel Zeit mich umzuschauen. Wir saßen nämlich im Mittagspausen-Bereich, wo wir mittlerweile jeden Tag Mittagessen und da ist es so schön :) Die Wände (nicht alle aber die großen) sind Grasgrün. Die Möbel sind aus dunklem Holz und buntem Plastik (je nachdem wo) und es ist alles offen und hell :) Ich werde mal demnächst Bilder machen und die Reinstellen :) Bisher habe ich es im allgemenem Mampf-Kampf nur immer vergessen :)
Ich fühlte mich auf jeden Fall in der Umgebung sofort wohl. Oh besonders toll fand ich auch, dass an den Wänden ein Fernseher hängt, auf dem eine „Diashow“ durchlief mit Filmposter oder -szenen berühmter Filme, und zwar quer durch die Bank (Alien, Kill Bill, Vom Winde verweht, Batman, Toy Story, Bambi, Dune, Starwars,...). Das war echt cool und man konnte sich von der Aufregung vorm Interview echt gut ablenken.
Danach sind wir dann erstmal zurück zur O'Connel Str. Da ist so generell der ZOB, könnte man sagen. Wir hatten nämlich mit Ivonne noch in Deutschland ausgemacht, dass wir sie mal besuchen kommen, wenn wir dann da sind. Also sind wir von der O'Connel Str. zum Merrion Square gefahren und da ausgestiegen um zu CPL zu gehen. Dabei sind wir genau einmal falschrum um den Park gelaufen ^^ Wir waren fast wieder genau da wo wir ausgestiegen waren, als wir dann vor dem Büro standen... Aber wir hatten ja Zeit. Ivonne war super nett zu uns und es war wirklich mal interessant was für ein Mensch hinter den Mails und Telefonaten steckte. Aber ehrlich gesagt war ich ziemlich froh, als wir dann wieder gen Hostel gewandert sind, weil ich nach der ganzen Aufregung schon ziemlich müde war.
Im Hostel angekommen habe ich dann erstmal einen Reisetagebucheintrag gemacht in dem tollen Tagebuch, das ich von Mila bekommen habe und alle Sachen, die ich dann in Deutschland eingeklebt habe, habe ich da feinsäuberlich in Sicherheit gebracht ^^ Dann gabs erstmal einen Nachmittagsschlaf. Aber der war gar nicht so fürchterlich ewig, denn danach sind wir wirklich noch losgezogen (ich brauchte noch Souveniers) und wollten uns noch ein paar Sachen anschauen. Wir waren ja noch nicht sicher, dass wir wieder nach Dublin kommen... ;) Auch ganz wichtig als wir im Hostel waren war, dass wir uns umziehen konnten. Ich hatte nämlich von Jonas Mama ein Kostüm geliehen und das wollte ich nicht unnötig tragen. Außerdem war Jonas im Anzug unterwegs und dass der dreckig wird... nein Danke.
Also rein in die Gammelklamotten und auf nach Dublin :) Natürlich waren wir schon die ganze Zeit in Dublin, aber da gings dann erstmal wieder mit dem Bus zur O'Connel Str., weil meine Mama mir erzählt hatte, dass es da Carrol's Gift Shops en mas gibt. Und das ist auch wirklich so! Das sind sicher 8 Geschäfte, allein auf der O'Connel Str. und das ist keineswegs eine Straße wie die Königsstraße, sondern eher wie... die Marienstraße glaub ich heißt die, die durch die Ellwanger Innenstadt verläuft. Also wirklich nicht so lang!
An Souvenirs habe ich gekauft: Ein Geschirrtuch auf besonderen Wunsch meiner Mama. Ich hoffe, es gefällt ihr, aber sie schien ziemlich begeistert :); ein Lesezeichen, ganz für mich allein, da ich jedes Mal, wenn ich irgendwohin fahre mittlerweile ein Lesezeichen kaufe. Es ist auch ein ziemlich aussergewöhnliches, finde ich. Auf Wunsch kann ich auch mal ein Foto davon machen, aber die meisten wird’s eh nicht so interessieren ;); ein Flaschenöffner für meinen Vater, von Guiness mit seinem Namen drauf. Der mag nämlich eher sinnvolle Geschenke und weniger so Staubfänger, was die Geschenksuche immer etwas schwierig gestaltet :); eine Postkarte vom Trinity College für Mila, damit sie endlich versteht, wie eine richtige Uni aussehen muss ;); eine Shower-Bomb von Lush für Mila, damit sie nicht böse ist, wenn sie nicht einsieht wie eine richtige Uni aussehen muss. ;) Meinem Bruder sollte ich was von Google mitbringen, aber das hat selbst bis jetzt noch nicht so wirklich funktioniert.. naja, kommt hoffentlich noch. Ich weiß jetzt, wo ich das Zeug herbekomme :) (Weil wir nämlich in der Arbeit keine Souvenirsachen kriegen... lauter No-Name-Zeugs, menno); Jonas hat sich dann noch ein irisches Kochbuch gekauft, das haben wir auch wieder mithergenommen, aber bisher leider noch nichts drauß gekocht.
Nach dem Shoppen haben wir uns dann noch kurz das Trinity College angeschaut. Das ist wirklich bombastisch. Man riecht beinahe die Ideen und Schlaubigkeiten von früheren Studenten und Professoren. Es trägt einfach eine bedeutungsschwangere Aura um sich! (Sollte ich an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass so eine richtige Uni aussehen muss? Ach nee, sonst wird Mila bös ;) )
Ich zeig euch hier mal ein paar Bilder:
Danach waren wir aber wirklich auch wieder etwas genervt, müde und vor allem hungrig, also sind wir wieder zum Hostel gelaufen. Unterwegs hat sich Jonas dann versucht mit dem heimischen Geflügel anzufreunden, aber so ganz scheint das nicht geglückt zu haben. (Das ist übrigens im St. Stephens Green direkt bei uns neben dem Hostel.)
Da hatten wir am Morgen ein Diner gesehen, das Fish&Chips verkauft. Ich hab sowas ja noch nie gegessen, also war der Entschluss schon Morgens gefasst: Tom's Diner soll es sein :) Das Essen war echt super, zwar auch nicht ganz billig, aber es war so gut, dass wir, als wir wieder in Dublin in unserem Hostel waren, genau da wieder gegessen haben. Ich denke, das ist auch definitiv einer der Punkte, die jeder, der uns besuchen kommt mal mitmachen muss ^^
Vollgefressen und glücklich sind wir dann (etwas ausgekühlt, weil wir blöd an der Tür saßen) dann in unser Hostelzimmer zurück. Da haben wir dann ganz viel gelesen und ich hab mir warme Socken angezogen (gewärmt von der Heizung, die hatte ich extra bevor wir gegangen sind draufgelegt MUAHAHAHA) und dann sind wir deutlich ruhiger eingeschlafen und waren erstmal fertig mit der Welt.
Zum Abschluss noch ein kleines Schmankerl für die Rollenspieler unter uns ;)
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