Am 25.5. Morgens ging dann die all-verreisige Panik los. Will heißen, die Panik davor, dass man etwas wichtiges vergessen hat, ob wirklich der Ofen aus und die Garage geschlossen ist. Allgemein hatten wir etwas Angst wegen unserem Gepäck, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind und daher etwas spartanisch auskommen mussten. Aber das ging eigentlich recht gut. Wir waren sehr früh am Flughafen in Memmingen, der soooo winziwinzi-klein ist. Wenn man Stuttgart gewohnt ist übersieht man Memmingen glatt. Eigentlich hatten wir uns gedacht wir fahren da an einen bestimmten Langzeitparkplatz, der der günstigste ist. Aber als wir da direkt davor standen, war der tatsächlich gesperrt!? Also sind wir zum nächstgünstigen, der war voll. Also sind wir, schon etwas genervt und in genereller Panik zu spät zu kommen zum Einchecken, zu einem inoffiziellen Parkplatz gefahren, wo es nur 3,50 Euro pro Tag kosten sollte... tja... da war niemand mehr im Büro, da konnten wir also auch nicht bleiben. Also mussten wir doch auf einen der teuren Parkplätze und haben, also wir unser Auto dann wieder geholt haben, tatsächlich wegen 20 Minuten einen Tag mehr zahlen... Ich frage mich, ob die das mit Absicht machen, das Aussteigen und die Landung und alles so zu verzögern, dass man da einen Tag länger steht laut Parkuhr? Verschwörung?!
Naja, wir saßen dann also im Flugzeug (nachdem wir uns als wir angestanden sind zum Einchecken auch noch Anblaffungen von VIP-Münchnern über uns ergehen lassen mussten – Blöde Schlampen.. sry..). Hier ist der Beweis ;)
Sehr genial war der Ausblick auf der uns gegenüberliegenden Seite, die wir nur über Miniausschnitte am Kopf vorbei des älteren Mannes, der da saß sehen konnten: Voller Ausblick auf die schneegekrönten Alpen. Bei uns war zwar die Aussicht unglaublich weit und der Himmel klar, aber so erhaben war er nicht. Ehrlich gesagt habe ich auch einen Großteil des Hinflugs verschlafen. Daher waren wir dann ganz plötzlich in Irland... Unter uns eine schöne Küste und prompt der Landeanflug auf den Flughafen Dublin. (Ziemlich grün, was?)
In Dublin am Flughafen war dann erstmal total cool, dass wirklich überall auch das gälische Äquivalent dranstand. Man merkt schon, das ist eben zweisprachig und definitv eine andere Sprache! Die ganzen Sachen spricht man sicher nicht so, wie sie geschrieben werden. Bisher haben wir leider noch keinen Gälen ( ;) ) gefunden, der uns was vorgelesen hätte.
Wir haben dann direkt den Airlink Bus vom Flughafen zur O'Connelstreet (DIE Straße in Dublin) genommen. Dazu haben wir uns einen 3 Days Rambler gekauft, also eine Dreitageskarte, mit der wir alles fahren konnten was der Bus so hergibt. Lua und Dart leider nicht (Straßenbahnen), aber die haben wir eh nicht gebraucht. In Dublin gibt es kein wirkliches Straßenbahnnetz. U-Bahn gibt es leider gar nicht. Und die Busse fahren wie sie wollen.. man gewöhnt sich dran, hier ist eben alles etwas gemütlicher, als im pünktlichen, ordentlichen Deutschland. Dann waren wir natürlich erstmal etwas verloren, aber in Dublin sind alle Leute soo freundlich!! Also dein Eindruck habe ich jetzt immernoch und wir sind ja jetzt wirklich schon eine Weile hier. Wenn man hier etwas verloren rumsteht und keine Ahnung hat, kommt sogar nicht selten jemand und fragt ob er weiterhelfen kann. Echt toll! Da könnten sich die Deutschen mal ne Scheibe von abschneiden!
Wir haben uns so also nach unserem Hostel durchgefragt und mit den Karten aus den Reiseführern meiner Mama und der Carrol's Gift Shop-Karte, die uns einer gegeben hat, konnten wir dann endlich auch unser Hostel finden!
Das Hostel war solide. Ich könnte mir schlimmeres vorstellen und während meines Schullandheims in Berlin war ich auch schon in schlimmerem. Falls sich jemand das ganze auf einer Karte anschauen will. Wir sind von der O'Connelstreet zum St. Stephens Green gelaufen, da in der Nähe war dann unser Hostel (Harcourt Str.). Das Wetter war ganz ok und dadurch, dass wir ja nur Handgepäck hatten gings vom Laufen her auch ganz gut. Allgemein muss man sich glaube ich in Irland ans Laufen gewöhnen. Hier laufen die Leute ziemlich viel und irgendwie finde ich das echt gut.
Besonders geschockt hat uns das allgemeine Ampelverhalten der Iren! Also erstens Mal wir eine Ampel hier NIE grün. Und wenn doch dann halt so 2 Sekunden, dafür ist sie gefühlte 5 Minuten gelb. Aber das interessiert auch niemanden hier, weil man sowieso läuft wenns passt. Ich als absoluter „nur bei grün“-Geher habe mich hier SEHR schnell umgewöhnt. Sonst kommt man nirgends an!
Das Hostel selbst zu finden war gar kein Problem, die haben das wirklich sehr gut und auffällig gemacht soweit. Wir mussten zwar dann etwas suchen, bis wir zu unserem „Abteil“ kamen, weil wir in ein anderes Haus mussten, wo wir dann schlafen durften, aber das war schon okay. Das Zimmer war okay. Es hätte größer sein können, aber wir haben da ja sowieso nur geschlafen und sonst waren wir ja eigentlich immer auf Achse.
Am Abend gabs dann Pizza und Salat vom Harcourt Diner. Eigentlich ganz lecker, ABER Irland ist sooooooo teuer! Aller hier! Vor allem aber das Essen! Wir brauchen fast das dreifache von dem Geld pro Woche, das wir in Deutschland gebraucht haben. Essen holen bei einem Imbiss kostet im günstigsten Fall 5 Euro. Jetzt ist vielleicht der ein oder andere geneigt zu sagen, das wäre doch bei uns auch so, aber halt! Als ich in Bamberg noch studiert habe haben wir öfter statt Mensa Gemüsereis bei unserem Chinesen um die Ecke geholt : 1,50 Euro. Und wenn man danach dann noch nen Kaffee trinken wollte hat der 1 Euro gekostet. Das habe ich bisher nur 1 Mal hier gesehen... ansonsten kriegt man Kaffee zum Mitnehmen selten unter 2 Euro. Das klingt vielleicht nicht viel, aber das läppert sich ganz schnell zusammen... Aber es war auf jeden Fall lecker ;)
Das einzige, was wir danach noch gemacht haben und ich auch mehr als Jonas war ein kleines Bewerbungstraining für den nächsten Morgen. Einfach nochmal durchgehen was für Fragen kommen könnten und wie man drauf reagiert. Warum meine Vorbereitung leider nicht soviel gebracht hat wie ich mich gerne gewünscht hätte erzähle ich dann im nächsten Eintrag..
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen