I believe I can fly

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Sonntag, 3. Juli 2011

ZAV-Seminar in Stuttgart

Nachträge zu Dublin und der Vorgeschichte zum Job....


24.5.


… Es war an einem strahlend schönen Dienstagmorgen... Und ich wusste, sie würde ärger bedeuten.. Ah, halt ! Falscher Film!!

Dies hier ist die Geschichte, wie ein kleines, ahnungsloses Ninchen seinen Weg in die weite Welt bestitten hat. Also zunächst sollte ich vielleicht erzählen, wie es überhaupt dazu kam, dass ich eine Stelle in Irland gefunden habe: Ich habe meinen Lebenslauf in Monster hochgeladen. Jetzt könnte man meinen ich erzähle, wie ich da gesucht und gesucht habe und sich endlich jemand erbarmt hat mir zu antworten und mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, aber HALT nein! So lief das ganz und gar nicht!

Ich hatte zwar meinen Lebenslauf hochgeladen, aber es war tatsächlich so, dass jemand mich angeschrieben hat! Ich war ganz schön passiv bei der ganzen Sache. Das war ganz schön heftig, irgendwie nach den bisherigen, eher unfruchtbaren Bemühungen eine Stelle zu finden. Und dann auch noch keine Kompromissstelle, sondern im Ausland, für Geld!!

Also habe ich eine Einladung bekommen, ob ich nicht interesse hätte, mich da in eine Auswahl aufnehmen zu lassen und prompt bekam ich eine mehr oder weniger feste Email, dass ich als Local Data Quality Evaluator bei Google im Team eine Chance hätte aufgenommen zu werden. Natürlich hat auch gleich mein lieber Göttergatte seine Chance gewittert und meinte er könne sich ja auch mal bewerben, immerhin erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass einer von uns die Stelle kriegt und der andere kann dann als Zecke einfach mit ins Ausland ziehen. Gesagt, getan. Ivonne, unsere Ansprechpartnerin bei der Vermittlung (über die wir jetzt bei Google angestellt sind) hat ihn dann auch gleich in die Auswahl aufgenommen und die Vorgeschichte mit Telefoninterview könnt ihr ja bei den Einträgen über den Konstanzurlaub nachlesen. Also waren wir mehr als nur in der generellen, sondern sogar in der engeren Auswahl angelangt. Und plötzlich hieß es, wir sollen tatsächlich zum Interview geladen sein... aber nicht, wie wir erst dachten, über Skype, immerhin waren wir ja immernoch in Deutschland, sondern tatsächlich vor Ort am Business Park in Dublin.

Da wir nichts zu verlieren hatten, haben wir uns gesagt, dass es im absoluten Versagensfall trotzdem noch ein lustiger Kurztrip in eine bekannte europäische Hauptstadt wäre und haben unsere Flüge gebucht. Eine Woche bevor wir nach Dublin abgeflogen sind, kommt bei mir eine Mail vom Auslandsabteilung der Agentur für Arbeit (ZAV) in mein virtuelles Postfach geflattert. Die laden mich doch tatsächlich zu einer Maßnahme ein um Bewerben auf Englisch zu üben! Na, wenn das kein Omen war! Das habe ich dann wieder meinem Göttergatten erzählt, der dann prompt auf die Idee kam, sich mal wieder ranzuhängen und weiterer Nutznießer der Agentur zu sein. Innerhalb der nächsten Tage hat Jonas dann abgeklärt ob er mitkann, aber das hat dann tatsächlich funktioniert und wir sind am 24.5., also am Tag vor unserem Abflug nach Dublin, nach Stuttgart (eigentlich Bad Cannstatt, aber egal) und haben dort an einem Bewerbungstraining teilgenommen. Ich finde, dass das Training sehr viel gebracht hat. Die ganze Sache wurde von Andy geleitet, einem amerikanisch-englischen Muttersprachler, der einigen Einblick hatte, da er sich sehr oft schon beworben hat, sowohl im deutschen, als auch im englischsprachigen Markt und darüberhinaus auch die andere Seite kennt, da er auch schon Leute eingestellt hat. Er konnte auch sehr gut über ihm völlig fremde Märkte reden (was zB das gewünschte Format vom Lebenslauf betrifft), wie den australischen Markt. Allgemein war die Stimmung sehr locker und es war sehr lustig zu sehen aus was für unterschiedlichen Bereichen die Leute zu so einem Seminar kommen.
Am Ende konnte ich sehr viel davon direkt mitnehmen für mein Bewerbungsgepräch zwei Tage später. Außerdem hatten wir einige Probefragen zum Durcharbeiten, einige Ideen und Eindrücke wegen unserem Lebenslauf und einige Rückversicherung, dass mein Englisch wohl gar nicht soo schlecht ist.

(Am Ende haben Jonas und ich einen Brief bekommen, er unser Englisch beschreibt, so eine Art Einstufungstest. Jonas hat 91 von 100 Punkten und ich immerhin um die 85 oder so. Ich hab den Brief gerade leider nicht da, sonst könnte ich genauer nachschauen. Aber das ist doch ein recht gutes Gefühl.)

Abends haben wir dann vollends gepackt (ich hatte soweit schon alles fertig dabei, da wir von Gmünd aus losgefahren sind) und waren doch noch mäßig hibblig, eigentlich. Eigentlich fühlten wir uns beide sehr gut vorbereitet. Vor allem war das Seminar in einer Mischung aus Englisch und Deutsch, sodass man eigentlich schon bisschen wieder im Englischen drin war. Es war auf jeden Fall fürs Ego gut bzw. hat uns gut beruhigt, dass das was da auf uns zukommt machbar ist.

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