I believe I can fly
Mittwoch, 20. Juli 2011
Dublin Zombie Walk
Sonntag, 17. Juli 2011
Müde
Den Kamin haben wir bisher natürlich noch nicht angemacht. Eigentlich war das Wetter bisher ganz gut, vor allem am Wochenende, dieses war das erste wirklich verregnete.
Ich hoffe, euch geht es auch allen gut. Freue mich natürlich immer über Fragen und Kommentare, falls ich was blöd Beschrieben habe oder ihr über irgendwas genauer Bescheid haben wollt.
Gute Nacht, meine Lieben :)
Schatz, hier wollen wir wohnen!
Also zunächst mal, unsere Wohnung liegt im ersten Stock eines Hauses, nämlich dieses Hauses:
Aufgebaut ist unsere Wohnung folgendermaßen:
[Blaupause]
Also kommt man, wenn man reinkommt erstmal im Flur raus. Dann kann man entweder geradeaus weitergehen und ins Schlafzimmer gehen, oder sich nach rechts wenden Richtung Bad, Wohnzimmer und Küche (in der Reihenfolge).
(Richtung Rechts, schaut dieses Foto)
Das Schlafzimmer hat einen weißen, schon etwas angegrauten, Teppichboden und eine große Wandschrankwand ^^ Das ist unser Hauptkleiderschrank zusammen mit dem Regal, das noch mit im Raum ist. Jonas und ich betten uns jeden Abend auf unserem Double bed (kein Kingsize leider). Außerdem verfügt die Wandschrankwand tatsächlich noch über einen Spiegel mit Schminktisch oder so ähnlich. Echt kitschig, aber irgendwie schick.
Das Badezimmer ist angenehm groß. Nicht übergroß, aber auch nicht miniklein. Es gibt an der Wand einen sehr breiten Spiegel, der fast die ganze Wand bedeckt (außer über der Badewanne) mitsamt kleiner Ablagefläche auf der ganzen Breite. Leider geht der Spiegel nur bis Bauch-/Brusthöhe (je nachdem ob bei mir oder Jonas ;) ). Auch im Bad haben wir noch eine Badewanne in der man natürlich auch Duschen kann.
Etwas blöd ist es allerdings schon mit dem Duschen, da wir einen Boiler haben. Der steht versteckt in einem kleinen Schrank in dem wir auch unsere Handtücher aufbewahren.
Dann am Bad vorbei kommt man ins Wohnzimmer.
Das Wohnzimmer ist richtig nett eingerichtet. Wäre zwar wahrscheinlich nicht meine Wahl es so einzurichten, aber vorübergehend ist es ganz nett. Wir haben zwei dunkelbraune Sessel, mit gleichfarbenem Sofa. Dazu gibt’s schon kleine und große Kissen (die wir am Anfang als Kopfkissen benutzt haben). Außerdem gibt es einen kleinen Esstisch (auf dem mittlerweile, seit heute, Jonas PC steht) mit drei passenden Stühlen und einen - und jetzt kommts – Kamin!
Dekadent, oder? Ich kann mir richtig gut vorstellen hier Abends vorm Kamin zu sitzen wenn draußen schlechtes Wetter tobt und bei einem glutroten Glas Rotwein in höchster Scholastik Hamlets Wert für den Feminismus zu ergründen.... Naja, oder sich halt einfach die Kante geben bis man vergessen hat wer Shakespeare überhaupt war..
Außerdem ist das Wohnzimmer schön hell und wirkt sehr warm. Ich hab mich direkt hier wohlgefühlt. Ich hoffe man erkennt auf dem Bild überhaupt was, das war schon sehr spät aufgenommen, da war die Sonne schon weg.Vom Wohnzimmer aus kommt man dann in die Küche. In der kann man, im Gegensatz zu unserer Bamberger, zu zweit sehr bequem stehen und kochen. Wir haben gleich zwei Backöfen, einen großen und einen minikleinen. Keine Ahnung was es damit auf sich hat. Wenn jemand Vorschläge hat, bitte melden. Außerdem ist sie schon einigermaßen eingerichtet: Mikrowelle, Wasserkocher, Toaster, Kühlschrank und 4 Kochplatten sind alle schon da.
In der ganzen Wohnung gibt es leider nur Elektroheizungen, was im Winter noch richtig teuer werden kann. Da bin ich schon noch sehr gespannt was da auf uns zukommt... Einfach vielleicht nur im Schlafzimmer heizen und hoffen, dass es in Irland wirklich nicht so kalt wird wie in Deutschland? Hat in Bamberg auch lange gut funktioniert die Taktik. Aber bisher ist noch nicht ans Heizen zu denken und das ist auch gut so :)
Die letzten Tage haben wir auch ein ganz besonderes Schmankerl unserer Wohnsiedlung genoßen: Den Tennisplatz. Es hat zwar einige Zeit gedauert bis wir endlich den Schlüssel dafür gekriegt haben, aber mittleweile habe ich tatsächlich schon drei Mal Tennis gespielt :) Ich bin total grottig, aber es macht echt Spass. :)
Schatz, wo wollen wir wohnen?
Am nächsten Tag haben wir dann viel rumtelefoniert und den PC im Hostel gequält um Termine für Wohnungsbesichtigungen zu kriegen. Nach dem Frühstück hatten wir dann 3 Termine für Donnerstag. Die erste Wohnung ist die, die wir dann auch am Ende genommen haben, von daher erzähle ich davon erst am Ende ;) (Ich weiß, ihr hasst mich jetzt...)
Also haben wir noch zwei andere Wohnungen angeschaut. Die erste war ungefähr auf halbem Weg zur Stadt von unserer jetzigen Wohnung. Direkt an einer Dartstation (dadurch natürlich auch relativ laut, das war dann mit ein Grund die nicht zu nehmen). Außerdem war die Toilette auf einem seperaten Stockwerk und die Toilette und die Dusche waren gefühlt so groß (zusammen) wie eine Telefonzelle... ging gar nicht.
Die dritte Wohnung war dann völlig am vom Schuß. Das war dann auch das Problem, warum wir die nicht genommen haben. Wir hätten ewig viel Platz gehabt und immerhin ein Gästebett, aber dafür hätten wir jeden Tag zur Arbeit über eine Stunde gebraucht, wahrscheinlich. Leider habe ich keine Fotos von den beiden Wohnungen (kommt auch einfach unhöflich ;) ). Wichtig ist ja eigentlich nur, dass wir beide nicht genommen haben.
Zwischen der ersten und den beiden anderen hatten wir einiges an Zeit, also sind wir mal in der Moore Str. die Supermärkte abgelaufen. Iceland, Tesco und Lidl. Ich glaube ich erzähle gar nicht so viel über die Supermärkte ist wahrscheinlich sowieso nicht so spannend und ich kanns ja dann vorzeigen, wenn ihr zu Besuch kommt.
Außerdem haben wir noch eine kleine Bustour gemacht (also einfach eine Buslinie gefahren). Da sind wir nach Houth gefahren, das ist eine echt schöne Gegend, in die ich auf jeden Fall mal nochmal mit etwas mehr Zeit möchte. Man ist da direkt am Meer und da gibt es auch einen kleinen Yachthafen. Wirklich malerisch.
Jonas war auch total begeistert.
Unterwegs waren einige kleinere und größere Friedhöfe am Straßenrand mit wirklich wunderschönen Ruinen und Statuen...
Auch da will ich unbedingt mal nochmal hin.
Außerdem finde ich es erwähenswert, dass wir einen Burger ausm Automaten gezogen haben ^^ Irgendwie finde ich das so abartig, aber der war echt lecker! Sehr beefig. Allgemein ist Irland sehr beefig, Schwein gibt es hier eigentlich nicht. Entweder Lamm oder Rind. Geschmacklich sehr anders, aber wirklich lecker.
Dann haben wir, wie gesagt, die beiden anderen Wohnung besichtigt. Dann sind wir wieder mit der DART in die Innenstadt gefahren (Richtung Hostel) und kamen wirklich zufällig am Dark Horse Inn vorbei. Das war ein totaler Glücksfall, da wir nämlich sowieso da hin wollten, weil sich da jeden Donnerstag die Rollenspieler treffen. Also haben wir kurz überlegt, ob wir wirklich reingehen sollen, aber wollten dann nicht den schönen Donnerstagabend vergeuden, also sind wir rein :)
Da haben wir dann unser ersten original-irisches Guiness getrunken! Lustig war vor allem, als wir an der Theke standen, haben wir uns nach den Rollenspielern erkundigt. Die Bedienung hatte überhaupt keine Ahnung wovon wir sprachen und dabei hatten wir doch vorm reingehen noch Plakate zum Event hängen sehen. Direkt an der Pub-Wand außen. Also standen wir da und wollten eben schon umdrehen und gehen, als Daniel uns angesprochen hat. So nach dem Motto „Ihr habt so eine nerdige Aura um euch, ihr gehört sicher hierher.“ Daniel ist ein französischer Australier, der schon lange in Dublin wohnt und studiert und außerdem sehr etabliert in der hiesigen Rollenspielszene scheint. Nuja, mit dem haben wir uns ziemlich nett unterhalten und er hat uns auch gleich für die Vampire-Live Runde rekrutiert. Er selbst spielt einen Giovanni. Aber zur Vampire Domäne erzähle ich dann mal wann anders was ^^ So viel noch zu erzählen.
Außerdem hat Daniel Gloom dabei gehabt. Das ist ein seeeehr, seeeehr cooles Kartenspiel! Ich kann das wirklich nur empfehlen! Keine Ahnung ob's das auch in Deutschland gibt.
Am Schluss, als wir gegangen sind, hatte dann sogar schon die Kasse zu und wir haben unser Bier geschenkt bekommen, weil die Bedienung keine Lust mehr hatte nochmal aufzumachen.
„Zu Hause“ angekommen haben wir dann zum Abendessen Chips (Salt+Vinegar- und Texas BBQ-Pringles) und Coleslaw. Etwas merkwürdig aber echt lecker :)
Während dem Essen haben wir dann auch eine Pro-/Contra-Liste wegen der Wohnungen gemacht und da hat es sich dann entschieden: Wir nehmen die erste Wohnung! Das konnte ich dann gleich meinen Eltern erzählen, die mich noch angerufen haben, bevor ich ins Bettchen bin. :)
Wir haben gleich unserem Vermieter eine SMS geschrieben, aber wollten dazu noch am nächsten Morgen direkt als erstes anrufen, bevor die Wohnung dann doch weg ist.
A Brave New World
So, endlich komme ich zum großen Tag unserer Abreise. Die Endvorbereitungen gingen eigentlich nur noch bei Jonas vonstatten. Wir hatten soweit ja alles geregelt, meine Bank wusste auch schon Bescheid. Versicherung war bei der AOK schon gekündigt und alles war soweit ganz gut im Zeitplan. Außer, dass mein lieber Göttergatte noch immer nicht fertig war mit packen...
Naja, bei uns sah es dementsprechend noch ein wenig sehr unordentlich aus.
Eigentlich hätten wir uns den ganzen Packstress auch sparen können, im Nachhinein. Jonas Mama hat allen Ernstes tatsächlich nochmal alle Pakete, die wir noch gestresst gepackt hatten wieder aufgemacht und umgepackt, neu sortiert und einer genauen Prüfung unterzogen. Ich sag dazu jetzt mal näher nichts, aber etwas merkwürdig finde ich das schon. Da hätten wir auch einfach einen Haufen machen können und das nächste Mal sagen, dass sie es uns bitte einpacken soll, ändert am Endergebnis nur, dass wir uns die Zeit sparen das Ganze einmal schon gepackt zu haben.
Nun gut, als wir dann aber endlich fertig waren, hat sich Jonas ein typisch deutsches Abschiedsmahl gewünscht: Döner. Also sind wir noch schnell zu AliBaba in Gmünd gelaufen und haben uns da verköstigen lassen. Ziemlich zügig danach mussten wir dann auch schon los nach Memmingen von wo unser Flieger wieder abflog. Immerhin wussten wir dieses Mal schon wo wir da hinmüssen und wo man schnell parken kann. Ich sage euch, die Koffer waren ziemlich schwierig, aber dass ich Schwierigkeiten mit meinem Koffer hatte... dazu später mehr. Den Koffer wurde ich ja erstmal schnell wieder los, da er ja eingecheckt wurde.
Dann ging das warten los. Da wir ja nicht einfach nur in den Urlaub flogen, sondern ja wegzogen, waren wir um einiges zu früh. Wir konnten in Ruhe einchecken und unsere Pässe kontrollieren lassen, aber danach zog sich das Warten auf den Abflug ewig hin. Das Wetter war total heiß und ich hatte irgendwann das Gefühl zergehen zu müssen, wollte mir schon noch was kaufen, aber wir waren eigentlich schon hinter der Einkauf-Zone.. aber irgendwann gings ja dann doch weiter ins Flugzeug. Im Flieger selber mussten wir dann aber doch was zu trinken kaufen. Das war das erste Mal, dass ich überhaupt was im Flugzeug gekauft habe :( Überteuertes Zeug... mein innerer Schwabe hat ganz schön geschrien ;) NACHDEM er wieder hydriert war ;)
Lustig war auch, dass ich extra in Stiefeln geflogen bin, weil meine Turnschuhe nicht so schwer sind, die also das Handgepäck nicht weiter beschweren. Aber natürlich sind Stiefel auch nochmal ein gutes Stück wärmer als Turnschuhe..
Das erste was ich gemacht habe nachdem wir gelandet waren und am Gepäckband waren war, meine Schuhe umzuziehen. So, ich hatte ja eben angekündigt, dass mein Koffer einige Schwierigkeiten gemacht hat... der fuhr so lustig auf dem Gepäckband eine Runde und wir kamen leider gerade da an, als er wieder hinten verschwunden war... also nochmal. Ich hab brav gewartet bis er zu mir gefahren kommt und ich glaube das war das Verhängnis. Man sollte vielleicht dazu sagen, dass ich den Koffer von Jonas Eltern bekommen habe mit den Worten, den kann ich behalten, der is sowieso nimmer schön und wir können uns hier dann ja nen schönen, neuen kaufen. … Hätte ich schon vor Reiseantritt gewusst, wie schlimm das Problem tatsächlich ist -.-
Als ich nämlich meinen Koffer vom Band gehoben habe – PENG- knallte der gute auf und meine Unterwäsche hat sich aufm Flughafenboden verteilt. Das ist nicht nur eklig sondern auch peinlich...
Ich hatte vor allem das Glück in dem Moment den einen Stiefel halb ausgezogen gehabt zu haben (Reißverschluss offen) und am anderen Bein gerade am Turnschuh anziehen gewesen zu sein (Schnürsenkel offen)... war sicher ein lustiger Anblick. Als mir die Frau nebenan mir noch freundlicherweise ein Höschen von mir reichte, das ich übersehen hatte, war es aus. Mein Kopf war mindestens so rot wie die Kein-Durchgang-Schilder...
Als ich dann auch alles eingesammelt hatte, sah ich, dass der Koffer nicht richtig zugeht... gar nicht.. nicht mal mit abschließen... hervorragend... Ich musste mit dem blöden Ding ja dann nur noch einmal komplett durch Dublin. Wenn's weiter nix is....
Nuja, es ging eigentlich soweit ganz gut, außer, dass ich mir ein bisschen arg viel Paranoia deswegen gemacht hab, dass er mir nochmal aufplatzt (lieber so, als dass ich nachher auf der Hauptstraße meine Unterwäsche aufsammeln darf). Am Flughafen sind wir aus einer weiblichen Intuition von Jonas heraus an den Tourist Information – Schalter gegangen und haben uns einen neuen Busplan geben lassen und uns da Rambler gekauft (Mehrtageskarten für den Bus). Lustigerweise war genau in der kurzen Zeit zwischen unseren beiden Besuchen das ganze Netz umgestellt worden. Einige Linien sind zusammengefallen, neue sind entstanden, aber auf jeden Fall war unser alter Plan völlig unbrauchbar. Dabei hatten wir ihn erst knappe 3 Wochen vorher geholt!
Im Bus auf dem Weg zum Hostel haben wir dann tatsächlich Deutsche aufgegabelt, die auf der Suche nach unserem Hostel waren und keine Ahnung hatten, wo genau das sein soll. Also haben wir sie kurzerhand adoptiert und sind zum CityHostel (die übrigens eine sehr lustige Hintergrundmusik auf ihrer HP haben). Einchecken, Zimmer beziehen (nicht dasselbe wie letztes Mal, dieses Mal ein schöneres). Zum Abendessen sind wir dann zu Toni's wieder. Yammy!
Das war's dann aber auch schon wieder für Mittwoch. Da ich nicht glaube, dass ich schon ein Bild von unserem Hostel gezeigt habe, hier noch ein Foto, wie unser zweites Zimmer aussah. Vom ersten habe ich leider keins gemacht, sonst hättet ihr selbst vergleichen können.
Dienstag, 12. Juli 2011
30.5. und Geblubber
Als nächstes möchte ich vom 15.6. erzählen, das ist der Termin, an dem wir losgeflogen sind, aber dazwischen ist ja doch noch so einiges gewesen, von dem ich gerne erzählen möchte, also kommt jetzt noch ein allgemeiner Geblubberteil, in dem alles unterkommt, das nicht direkt mit einem Termin in Verbindung zu bringen ist, oder mir so nebenbei eingefallen ist usw. :)
An dieser Stelle möchte ich eine kleine Mini-Rez über Laurell K. Hamiltons „Blue Moon“ loswerden. Der Roman ist auch Teil der, von mir so geliebten, Anita Blake-Reihe. Gundu, die mich unermüdlich mit weiterem Lesematerial dieses Zykluses versorgt, hat mich schon gewart, dass die Reihe immer weiter ins Unerträgliche abrutscht und irgendwann nur noch aus unsinnigen Sexszenen besteht. Ich glaube mit „Blue Moon“ einen Vorgeschmack darauf bekommen zu haben. Die Handlung ist mehr als nur konstruiert, die Heldin wird immer abhängiger und büßt ihre Vielschichtigkeit ein, die sie so monumental für den Feminismus der Vampirliteratur gemacht hat. Immer mehr wird Anita, anstatt eine resolute, gläubige Powerfrau zu sein, zum Spielball ihrer Liebhaber und ihrer magischen Kräfte. Die Botschaft dieses Romans scheint zu sein: „Hab Sex, dann lösen sich alle deine Probleme.“ Eine interessante alternative zum mittlerweile schon etwas ausgelatschten „Make Love, not War“, doch eigentlich hat Anita ja nur Zeit für Sex, wenn sie nicht gerade dabei ist jemanden umzubringen, jemanden toten wiederzubeleben, oder ein Verbrechen zu vertuschen. Was wurde aus unserer guten, alten Anita aus „Guilty Pleasures“? Ich werde weiterlesen, aber ich erhoffe mir nicht allzuviel davon. Mich würde dafür mal interessieren, wie die anderen Reihen von ihr sind, denn erzählen kann die gute Frau Hamilton, das muss man ihr lassen! Auch wenn die Handlung absolut dämlich ist, die Romane lesen sich flott und spannend.
Was mich zum nächsten literarischen Highlight der letzten Zeit bringt: Ricky. Es war wirklich schön vor der Abreise noch einen Termin zu finden um dem Heiligen Gral, ja unserer schützenden Hütte, die Zeit einzuräumen, die ihm gebührt (Zeit hier in Meter gemessen!)! Sobald wir Lautsprecher für unseren PC mit Skype haben, müssen wir unbedingt weiter in die Materie eintauchen!
Apropos Lautsprecher, wer etwas gutes auf die Ohren möchte, der sollte seine Zeit mit „Bard's Tale“ verschwenden! Das ist ein PS-Spiel mit sehr lustigen Dialogen, noch lustigeren Liedern und einer schönen Fantasy-Geschichte. Ich möchte gar nicht so viel spoilern, Interessenten, bitte melden, momentan hat das Spiel zwar glaube ich Jan ausgeliehen, aber wenn der durch ist verleihe ich es gerne und verbreite die frohe Botschaft.
Ach ja, Botschaft. Wir mussten zwar vor unserer Reise zu keiner Botschaft, dafür aber für unsere Krankenversicherung sorgen. Wir sind nur 11 Monate angestellt, was irgendwie das Äquivalent zu 400-Euro-Jobbern ist, womit ich sagen möchte, dass wir von unserer Firma aus nicht krankenversichert werden. Ich finde das eine hochgradige Sauerei, aber was will man machen. Also haben wir uns selbst drum gekümmert und nach einigem Hin und Her möchte ich an dieser Stelle allen Kurzzeitauswanderern dazu raten zur DKV zu gehen und sich dort zu versichern, NACHDEM die hiesige (deutsche) Versicherung abgelaufen ist, weil die eine 3-monatige Kündigungsfrist hat. Die meisten Auslandsversicherungen kann man nämlich nur abschließen, während man noch in Deutschland ist. Reichlich dämlich, denn dann zahlt man doppelt Beiträge für keinen Mehr-Service. Dann hatten wir uns überlegt und in Irland zu versichern, aber die DKV ist deutlich günstiger und leistet dasselbe (hoffentlich gar nix ;) Weil wir nicht krank werden :) ). Ich hoffe nur, dass wir jetzt nicht vergessen uns zu versichern, da wir erst Ende August unsere Versicherung abschließen können. Schöner Schreibkram wird da wieder auf uns zukommen, befürchte ich.
Wo wir gerade bei Schreibkram und Bürokratie sind. Ich habe doch tatsächlich (und Jonas auch) meinen Bewerbungsflug nach Dublin vom Arbeitsamt gezahlt bekommen! Erstaunlich, was? Erfreulich? Natürlich! Das sind immerhin knappe 200 Euro, die ich momentan sehr gut hier gebrauchen kann um zB Essen zu kaufen ;)
Da wir es eben von Essen haben, musste ich gerade denken, dass ja meine Fress-mäuse bei meinen Eltern wohnen. Hach, die Mäuse. Jeden Tag laufe ich hier am Meer entlang und hier hats riesige Löwenzähne und ähnliche Mampfpflanzen, jedes Mal muss ich an die Mäuse denken. Mir fehlt es schon total, wie sie tollen und ratteln und fiepen und ihren Scheiß-weit-wurf-wettbewerb in meinem Zimmer starten. Aber ich bekomme regelmäßig Videobotschaften und ich glaube die Lieben werden richtig verwöhnt :)
Wer auch verwöhnt wurde war der Kater. War. Leider ist der gute jetzt 2 Wochen weg und es besteht wenig Hoffnung, dass er nochmal wiederkommt. Ich möchte im Moment noch nicht drüber allzuviel reden, aber ich mache mir schon irgendwie Vorwürfe, ob er auch weggeblieben wäre, wäre ich dageblieben und hätte nach ihm suchen können. Auch der Kater fehlt mir. Aus diesem aktuellen, schrecklichen Anlass habe ich mein Hintergrundbild auf ein Sabberkaterbild gewechselt. Bevor ich geflogen bin, habe ich schon gesagt, dass ich ihn nicht mehr wiedersehe... ich hätte mir mehr Zeit führ ihn nehmen sollen, vernünftig Verabschieden... aber ich hatte gehofft, dass es nicht für immer sein würde.
Abschied ist immer schwer. So war auch die Abschiedsfeier von all den tollen Freunden in der Heimat schwer. Hier ein Foto von dem super Abschiedsgeschenkpaket von Gundu, Jan und Phil (jemand vergessen? Wenn ja, sry!).
Da weiß ich, dass es nicht für immer sein wird, aber ihr fehlt mir alle trotzdem. Ich würde so gern die Eindrücke teilen, aber ich bin dennoch froh, weg, raus, allein (ohne allein zu sein) zu sein und hier mich neu kennenzulernen. Mal sehen, wer ich bin, wer ich war und wer ich sein werde. Wie groß die Entfremdung wirken wird, wenn ich heimkehre...
So, damit ihr alle beruhigt seid. Das wars mit dem Geblubber. Der nächste Eintrag wird definitiv über die Wohnung sein und die Arbeit und all die Dinge, die euch seit Wochen unter den Nägeln brennen und womit ihr mich bombardiert ;)
Spätestens am Wochenende gibt es eine virtuelle Führung durch unser bescheidenes Domizil. Ich muss jetzt ins Bettchen, also Gute Nahacht.
Samstag, 9. Juli 2011
28.5. Mittelalterspektakulum
Jonas war völlig aus dem Häuschen, weil es seine geliebten Falaffel gab :) Tja, die einfachen Dinge im Leben, das ist wie bei Mila mit dem Entdecken eines DMs, da brauchts einfach nimmer viel ^^
Leider hatte ich nach dem Märchenerzählen dann doch die Schnauze etwas voll von der generellen Action, was aber weder an den Leuten lag, noch an dem Markt oder so, sondern ich einfach mal ein bisschen Ruhe und Zeit für mich alleine brauchte. Da tat mir Jan etwas leid, weil er sicher danach gerne noch etwas gemacht hätte, aber ich war einfach .. naja überfordert triffts ganz gut, auch wenn das total überdramatisch und schrecklich klingt. Es wurde mir einfach zuviel und brauchte mal ne Pause von allem und jedem. Aber Jan war total lieb und hat das auch ganz gut verstanden. Und ich bin dann auch recht schnell danach dann ins Bettchen.
Heimkehr
27.5.
Am nächsten Morgen sind wir dann erstmal ganz bequem aufgestanden, unser flieger ging ja nicht so früh. Haben die Dusche ausprobiert (gar nicht so schlimm für ein Hostel, auch wenn der Wasserdruck mörderisch war) und sind losgezogen um im Spar nebenan Süßigkeiten zu kaufen. An dieser Stelle möchte ich allen Touristen klar und deutlich sagen:
Geht nicht in den Spar!
Spar ist teuer und hat keine gute Auswahl! Der einzige Grund in einen Spar zu gehen ist, das er der nächste Supermarkt ist und der nächste darauf ein Kilometer weiter weg ist. Das passiert hier aber so gut wie nie! Naja, wir haben da auf jeden Fall nicht ganz billige Süßigkeiten gesehen, uns für eine billigere Sparvariante von den Bonbons entschieden und uns geärgert, dass alles so teuer ist.
Danach sind wir frühstücken/mittagessen gegangen, auch nahe der O'Connel Str. wo ja auch unser Airlink-Bus abgefahren ist und haben uns da dann Sausage rolls gekauft. Das sind Würstchen in Blätterteig. Sehr lecker! Sehr reichhaltig! In dem Supermarkt in dem wir die gekauft haben, haben wir dann sinnvolle, wirklich irische Süßigkeiten gesehen, die auch erschwinglich waren.. blöd, dass wir ja schon was hatten (und wegen Handgepäck und Gewicht aufpassen mussten). Eine Kleinigkeit musste ich mir dann aber doch mitnehmen. Ich liebe Vinegar & Salt Chips... da hab ich mir dann eine Minipackung mitgenommen... und es hat sich gelohnt :) Die waren zwar schon aufgefuttert bevor wir in Aalen waren, aber naja... :)
Geärgert haben wir uns dann, weil wir von Dublin 20°C und Sonnenschein zu 13°C Memmingen mit Siff geflogen sind. Bis wir am Auto waren, waren meine Schuhe schon komplett durchnässt... Soviel zu schlechtem irischem Wetter !
Dann sind wir ganz schnell nach Aalen gefahren und haben mit unserer DSA Runde Joas Abenteuer fertiggespielt. Einerseits bin ich schon froh, dass wir es durchgeschafft haben, aber irgendwie wurde es dem Abenteuer glaube ich nicht gerecht. Es war auf jeden Fall super, Joa da auch mal wieder zu sehen. Ich hatte ja befürchtet man hat ihn bei Manu da gesehen und dann sieht man ihn dann erstmal wieder eine ganze Weile nicht mehr.
Vorstellungsgespräch und Tag in Dublin
Am entscheidenden Morgen sind wir dann natürlich viel, viel zu früh aufgestanden, damit wir genug Zeit haben unseren Weg zu finden und uns notfalls nochmal verlaufen zu können, ohne dass es etwas ausmacht. Gefrühstückt haben wir Wraps, sehr schade, dass ich davon keine Bilder gemacht habe, aber ich hoffe ihr könnt mir verzeihen, dass ich in dem Moment etwas anderes im Kopf hatte. Die Wraps waren echt lecker, aber wie alles in Irland, sehr teuer.
Mit unserem Essen bewaffnet sind wir dann mit dem Bus Richtung Shutte-Station gefahren, waren dann aber zwischenrein etwas aufgelöst, weil es mehrere Busstationen gibt, die Clontarf heißen... mittlerweile wissen wir, dass das das Viertel hier ist (in dem wir nu auch wohnen :) ). Natürlich waren wir vollends verunsichert, da wir den Busfahrer auch nicht wirklich verstanden haben, aber nicht wie die Idioten 10x nachfragen wollten sind wir halt mal mitgefahren und haben gehofft, dass der Busfahrer uns richtig Bescheid geben kann....
Glücklicherweise war eine nette Frau mit uns im Bus, die sich zu uns umgedreht hat als sie ausgestiegen ist und meinte, sie müsse auch zum BusinessPark und wir sollen ihr folgen. Die gute hatte einen ziemlichen Stechschritt drauf, aber wir sind ihr dann brav hinterhergedackelt. Ich muss ehrlich sagen, ohne die Dame hätten wir das Shutte NIEMALS gefunden! Leider habe ich die seit damals nicht mehr wiedergetroffen. Wir sollten sie wirklich auf was einladen! Das Shuttle wartet direkt an der Dart-Station, das ist aber erstmal für Ahnungslose nur eine Dart-Station und ein Parkplatz dazu, dass da ein Shuttle zum Business Park geht, sieht man eigentlich nicht so richtig. Wäre diejenige nicht zufällig dagewesen, hätten wir den Job wahrscheinlich vergessen können. Also stiegen wir geschwind in den Shuttlebus und fuhren die knappe Viertelstunde zum Business Park, dann kam die nächste Hürde. Weil wir in der ganzen Aufregung nicht aufgepasst haben, hatten wir keine Ahnung wohin wir genau müssen, da der Business Park genau das ist wonach er klingt. Jede Menge kleine Hochhäuser, in denen Bürogebäude sind. An keinem stand Google...
Wir haben dann nochmal den Busfahrer gefragt, der war sich zwar nicht ganz sicher, hat uns aber richtig gelotst :)
Aber natürlich waren wir eine halbe Stunde zu früh vor Ort. Jetzt soll man ja nicht übermäßig früh zu sowas kommen, also sind wir ums Google-Gebäude gewandert und haben entdeckt, dass das direkt am Meer liegt (Also eigentlich ein Kanal, der vom Meer direkt gespeist wird, also man sieht wirklich richtig die Gezeiten und alles, aber da ist jetzt kein Strand oder so). Da sind auch kleine Bänke und eine schöne Hecke mit Bäumchen und allem. Besonders lustig fanden wir, dass an den ganzen Bäumen hunderte von Schnecken hingen, die einen beim Aufstieg, die anderen beim Abfall ;)
Als es dann Zeit war (noch 10 Minuten zu früh), sind wir dann ins Gebäude, wir wussten ja nicht, dass es direkt im Erdgeschoss ist und wir direkt von unserer zuständigen CPL-Hilfe abgeholt wurden. Das war Jenny, diejenige, die sich auch jetzt noch um uns hier vor Ort kümmert. Zu dem Zeitpunkt musste ich dermaßen aufs Klo... aber ich hab mich dann doch nicht getraut zu fragen (eigentlich wollte ich den Portier fragen, aber da kam dann direkt Jenny...) und bis ich dann reingerufen wurde zum tatsächlichen Interview hatte ich das sowieso wieder vergessen. Als wir da noch knappe 5 – 10 Minuten gewartet haben, kamen dann auch ein paar der Leute, die wir während des Trainings wiedergetroffen haben. Das war echt lustig.
Das Interview von mir selbst war vom Oberchef von Google von der Dublin-Site. Kevin. Es war echt cool, der locker eigentlich, aber seine Fragen waren schon heftig in dem Moment. Meine zwei Highlight-Fragen: Wieviele Ping-Pong-Bälle passen in diesen Raum? Und : Wie sind die Tastenkürzel für Copy, Paste und Undo?
Ich konnte dazu schon was sagen, aber so wirklich wohl fühlte ich mich mit meinen Antworten nicht. Zwischenrein kam ich dann schon auch ziemlich ins Stottern und ich tu mich immernoch schwer zu behaupten, dass ich flüssig Spanisch spreche (was er eben auch fragte, ob ich das könnte).
Aber das ging dann auch rum und dann musste ich noch etwa 5 Minuten warten, bis Jonas aus seinem Interview kam. Dabei hatte ich viel Zeit mich umzuschauen. Wir saßen nämlich im Mittagspausen-Bereich, wo wir mittlerweile jeden Tag Mittagessen und da ist es so schön :) Die Wände (nicht alle aber die großen) sind Grasgrün. Die Möbel sind aus dunklem Holz und buntem Plastik (je nachdem wo) und es ist alles offen und hell :) Ich werde mal demnächst Bilder machen und die Reinstellen :) Bisher habe ich es im allgemenem Mampf-Kampf nur immer vergessen :)
Ich fühlte mich auf jeden Fall in der Umgebung sofort wohl. Oh besonders toll fand ich auch, dass an den Wänden ein Fernseher hängt, auf dem eine „Diashow“ durchlief mit Filmposter oder -szenen berühmter Filme, und zwar quer durch die Bank (Alien, Kill Bill, Vom Winde verweht, Batman, Toy Story, Bambi, Dune, Starwars,...). Das war echt cool und man konnte sich von der Aufregung vorm Interview echt gut ablenken.
Danach sind wir dann erstmal zurück zur O'Connel Str. Da ist so generell der ZOB, könnte man sagen. Wir hatten nämlich mit Ivonne noch in Deutschland ausgemacht, dass wir sie mal besuchen kommen, wenn wir dann da sind. Also sind wir von der O'Connel Str. zum Merrion Square gefahren und da ausgestiegen um zu CPL zu gehen. Dabei sind wir genau einmal falschrum um den Park gelaufen ^^ Wir waren fast wieder genau da wo wir ausgestiegen waren, als wir dann vor dem Büro standen... Aber wir hatten ja Zeit. Ivonne war super nett zu uns und es war wirklich mal interessant was für ein Mensch hinter den Mails und Telefonaten steckte. Aber ehrlich gesagt war ich ziemlich froh, als wir dann wieder gen Hostel gewandert sind, weil ich nach der ganzen Aufregung schon ziemlich müde war.
Im Hostel angekommen habe ich dann erstmal einen Reisetagebucheintrag gemacht in dem tollen Tagebuch, das ich von Mila bekommen habe und alle Sachen, die ich dann in Deutschland eingeklebt habe, habe ich da feinsäuberlich in Sicherheit gebracht ^^ Dann gabs erstmal einen Nachmittagsschlaf. Aber der war gar nicht so fürchterlich ewig, denn danach sind wir wirklich noch losgezogen (ich brauchte noch Souveniers) und wollten uns noch ein paar Sachen anschauen. Wir waren ja noch nicht sicher, dass wir wieder nach Dublin kommen... ;) Auch ganz wichtig als wir im Hostel waren war, dass wir uns umziehen konnten. Ich hatte nämlich von Jonas Mama ein Kostüm geliehen und das wollte ich nicht unnötig tragen. Außerdem war Jonas im Anzug unterwegs und dass der dreckig wird... nein Danke.
Also rein in die Gammelklamotten und auf nach Dublin :) Natürlich waren wir schon die ganze Zeit in Dublin, aber da gings dann erstmal wieder mit dem Bus zur O'Connel Str., weil meine Mama mir erzählt hatte, dass es da Carrol's Gift Shops en mas gibt. Und das ist auch wirklich so! Das sind sicher 8 Geschäfte, allein auf der O'Connel Str. und das ist keineswegs eine Straße wie die Königsstraße, sondern eher wie... die Marienstraße glaub ich heißt die, die durch die Ellwanger Innenstadt verläuft. Also wirklich nicht so lang!
An Souvenirs habe ich gekauft: Ein Geschirrtuch auf besonderen Wunsch meiner Mama. Ich hoffe, es gefällt ihr, aber sie schien ziemlich begeistert :); ein Lesezeichen, ganz für mich allein, da ich jedes Mal, wenn ich irgendwohin fahre mittlerweile ein Lesezeichen kaufe. Es ist auch ein ziemlich aussergewöhnliches, finde ich. Auf Wunsch kann ich auch mal ein Foto davon machen, aber die meisten wird’s eh nicht so interessieren ;); ein Flaschenöffner für meinen Vater, von Guiness mit seinem Namen drauf. Der mag nämlich eher sinnvolle Geschenke und weniger so Staubfänger, was die Geschenksuche immer etwas schwierig gestaltet :); eine Postkarte vom Trinity College für Mila, damit sie endlich versteht, wie eine richtige Uni aussehen muss ;); eine Shower-Bomb von Lush für Mila, damit sie nicht böse ist, wenn sie nicht einsieht wie eine richtige Uni aussehen muss. ;) Meinem Bruder sollte ich was von Google mitbringen, aber das hat selbst bis jetzt noch nicht so wirklich funktioniert.. naja, kommt hoffentlich noch. Ich weiß jetzt, wo ich das Zeug herbekomme :) (Weil wir nämlich in der Arbeit keine Souvenirsachen kriegen... lauter No-Name-Zeugs, menno); Jonas hat sich dann noch ein irisches Kochbuch gekauft, das haben wir auch wieder mithergenommen, aber bisher leider noch nichts drauß gekocht.
Nach dem Shoppen haben wir uns dann noch kurz das Trinity College angeschaut. Das ist wirklich bombastisch. Man riecht beinahe die Ideen und Schlaubigkeiten von früheren Studenten und Professoren. Es trägt einfach eine bedeutungsschwangere Aura um sich! (Sollte ich an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass so eine richtige Uni aussehen muss? Ach nee, sonst wird Mila bös ;) )
Ich zeig euch hier mal ein paar Bilder:
Danach waren wir aber wirklich auch wieder etwas genervt, müde und vor allem hungrig, also sind wir wieder zum Hostel gelaufen. Unterwegs hat sich Jonas dann versucht mit dem heimischen Geflügel anzufreunden, aber so ganz scheint das nicht geglückt zu haben. (Das ist übrigens im St. Stephens Green direkt bei uns neben dem Hostel.)
Da hatten wir am Morgen ein Diner gesehen, das Fish&Chips verkauft. Ich hab sowas ja noch nie gegessen, also war der Entschluss schon Morgens gefasst: Tom's Diner soll es sein :) Das Essen war echt super, zwar auch nicht ganz billig, aber es war so gut, dass wir, als wir wieder in Dublin in unserem Hostel waren, genau da wieder gegessen haben. Ich denke, das ist auch definitiv einer der Punkte, die jeder, der uns besuchen kommt mal mitmachen muss ^^
Vollgefressen und glücklich sind wir dann (etwas ausgekühlt, weil wir blöd an der Tür saßen) dann in unser Hostelzimmer zurück. Da haben wir dann ganz viel gelesen und ich hab mir warme Socken angezogen (gewärmt von der Heizung, die hatte ich extra bevor wir gegangen sind draufgelegt MUAHAHAHA) und dann sind wir deutlich ruhiger eingeschlafen und waren erstmal fertig mit der Welt.
Zum Abschluss noch ein kleines Schmankerl für die Rollenspieler unter uns ;)
Sonntag, 3. Juli 2011
Erste Reise nach Dublin
Am 25.5. Morgens ging dann die all-verreisige Panik los. Will heißen, die Panik davor, dass man etwas wichtiges vergessen hat, ob wirklich der Ofen aus und die Garage geschlossen ist. Allgemein hatten wir etwas Angst wegen unserem Gepäck, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind und daher etwas spartanisch auskommen mussten. Aber das ging eigentlich recht gut. Wir waren sehr früh am Flughafen in Memmingen, der soooo winziwinzi-klein ist. Wenn man Stuttgart gewohnt ist übersieht man Memmingen glatt. Eigentlich hatten wir uns gedacht wir fahren da an einen bestimmten Langzeitparkplatz, der der günstigste ist. Aber als wir da direkt davor standen, war der tatsächlich gesperrt!? Also sind wir zum nächstgünstigen, der war voll. Also sind wir, schon etwas genervt und in genereller Panik zu spät zu kommen zum Einchecken, zu einem inoffiziellen Parkplatz gefahren, wo es nur 3,50 Euro pro Tag kosten sollte... tja... da war niemand mehr im Büro, da konnten wir also auch nicht bleiben. Also mussten wir doch auf einen der teuren Parkplätze und haben, also wir unser Auto dann wieder geholt haben, tatsächlich wegen 20 Minuten einen Tag mehr zahlen... Ich frage mich, ob die das mit Absicht machen, das Aussteigen und die Landung und alles so zu verzögern, dass man da einen Tag länger steht laut Parkuhr? Verschwörung?!
Naja, wir saßen dann also im Flugzeug (nachdem wir uns als wir angestanden sind zum Einchecken auch noch Anblaffungen von VIP-Münchnern über uns ergehen lassen mussten – Blöde Schlampen.. sry..). Hier ist der Beweis ;)
Sehr genial war der Ausblick auf der uns gegenüberliegenden Seite, die wir nur über Miniausschnitte am Kopf vorbei des älteren Mannes, der da saß sehen konnten: Voller Ausblick auf die schneegekrönten Alpen. Bei uns war zwar die Aussicht unglaublich weit und der Himmel klar, aber so erhaben war er nicht. Ehrlich gesagt habe ich auch einen Großteil des Hinflugs verschlafen. Daher waren wir dann ganz plötzlich in Irland... Unter uns eine schöne Küste und prompt der Landeanflug auf den Flughafen Dublin. (Ziemlich grün, was?)
In Dublin am Flughafen war dann erstmal total cool, dass wirklich überall auch das gälische Äquivalent dranstand. Man merkt schon, das ist eben zweisprachig und definitv eine andere Sprache! Die ganzen Sachen spricht man sicher nicht so, wie sie geschrieben werden. Bisher haben wir leider noch keinen Gälen ( ;) ) gefunden, der uns was vorgelesen hätte.
Wir haben dann direkt den Airlink Bus vom Flughafen zur O'Connelstreet (DIE Straße in Dublin) genommen. Dazu haben wir uns einen 3 Days Rambler gekauft, also eine Dreitageskarte, mit der wir alles fahren konnten was der Bus so hergibt. Lua und Dart leider nicht (Straßenbahnen), aber die haben wir eh nicht gebraucht. In Dublin gibt es kein wirkliches Straßenbahnnetz. U-Bahn gibt es leider gar nicht. Und die Busse fahren wie sie wollen.. man gewöhnt sich dran, hier ist eben alles etwas gemütlicher, als im pünktlichen, ordentlichen Deutschland. Dann waren wir natürlich erstmal etwas verloren, aber in Dublin sind alle Leute soo freundlich!! Also dein Eindruck habe ich jetzt immernoch und wir sind ja jetzt wirklich schon eine Weile hier. Wenn man hier etwas verloren rumsteht und keine Ahnung hat, kommt sogar nicht selten jemand und fragt ob er weiterhelfen kann. Echt toll! Da könnten sich die Deutschen mal ne Scheibe von abschneiden!
Wir haben uns so also nach unserem Hostel durchgefragt und mit den Karten aus den Reiseführern meiner Mama und der Carrol's Gift Shop-Karte, die uns einer gegeben hat, konnten wir dann endlich auch unser Hostel finden!
Das Hostel war solide. Ich könnte mir schlimmeres vorstellen und während meines Schullandheims in Berlin war ich auch schon in schlimmerem. Falls sich jemand das ganze auf einer Karte anschauen will. Wir sind von der O'Connelstreet zum St. Stephens Green gelaufen, da in der Nähe war dann unser Hostel (Harcourt Str.). Das Wetter war ganz ok und dadurch, dass wir ja nur Handgepäck hatten gings vom Laufen her auch ganz gut. Allgemein muss man sich glaube ich in Irland ans Laufen gewöhnen. Hier laufen die Leute ziemlich viel und irgendwie finde ich das echt gut.
Besonders geschockt hat uns das allgemeine Ampelverhalten der Iren! Also erstens Mal wir eine Ampel hier NIE grün. Und wenn doch dann halt so 2 Sekunden, dafür ist sie gefühlte 5 Minuten gelb. Aber das interessiert auch niemanden hier, weil man sowieso läuft wenns passt. Ich als absoluter „nur bei grün“-Geher habe mich hier SEHR schnell umgewöhnt. Sonst kommt man nirgends an!
Das Hostel selbst zu finden war gar kein Problem, die haben das wirklich sehr gut und auffällig gemacht soweit. Wir mussten zwar dann etwas suchen, bis wir zu unserem „Abteil“ kamen, weil wir in ein anderes Haus mussten, wo wir dann schlafen durften, aber das war schon okay. Das Zimmer war okay. Es hätte größer sein können, aber wir haben da ja sowieso nur geschlafen und sonst waren wir ja eigentlich immer auf Achse.
Am Abend gabs dann Pizza und Salat vom Harcourt Diner. Eigentlich ganz lecker, ABER Irland ist sooooooo teuer! Aller hier! Vor allem aber das Essen! Wir brauchen fast das dreifache von dem Geld pro Woche, das wir in Deutschland gebraucht haben. Essen holen bei einem Imbiss kostet im günstigsten Fall 5 Euro. Jetzt ist vielleicht der ein oder andere geneigt zu sagen, das wäre doch bei uns auch so, aber halt! Als ich in Bamberg noch studiert habe haben wir öfter statt Mensa Gemüsereis bei unserem Chinesen um die Ecke geholt : 1,50 Euro. Und wenn man danach dann noch nen Kaffee trinken wollte hat der 1 Euro gekostet. Das habe ich bisher nur 1 Mal hier gesehen... ansonsten kriegt man Kaffee zum Mitnehmen selten unter 2 Euro. Das klingt vielleicht nicht viel, aber das läppert sich ganz schnell zusammen... Aber es war auf jeden Fall lecker ;)
Das einzige, was wir danach noch gemacht haben und ich auch mehr als Jonas war ein kleines Bewerbungstraining für den nächsten Morgen. Einfach nochmal durchgehen was für Fragen kommen könnten und wie man drauf reagiert. Warum meine Vorbereitung leider nicht soviel gebracht hat wie ich mich gerne gewünscht hätte erzähle ich dann im nächsten Eintrag..
ZAV-Seminar in Stuttgart
Nachträge zu Dublin und der Vorgeschichte zum Job....
24.5.
… Es war an einem strahlend schönen Dienstagmorgen... Und ich wusste, sie würde ärger bedeuten.. Ah, halt ! Falscher Film!!
Dies hier ist die Geschichte, wie ein kleines, ahnungsloses Ninchen seinen Weg in die weite Welt bestitten hat. Also zunächst sollte ich vielleicht erzählen, wie es überhaupt dazu kam, dass ich eine Stelle in Irland gefunden habe: Ich habe meinen Lebenslauf in Monster hochgeladen. Jetzt könnte man meinen ich erzähle, wie ich da gesucht und gesucht habe und sich endlich jemand erbarmt hat mir zu antworten und mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, aber HALT nein! So lief das ganz und gar nicht!
Ich hatte zwar meinen Lebenslauf hochgeladen, aber es war tatsächlich so, dass jemand mich angeschrieben hat! Ich war ganz schön passiv bei der ganzen Sache. Das war ganz schön heftig, irgendwie nach den bisherigen, eher unfruchtbaren Bemühungen eine Stelle zu finden. Und dann auch noch keine Kompromissstelle, sondern im Ausland, für Geld!!
Also habe ich eine Einladung bekommen, ob ich nicht interesse hätte, mich da in eine Auswahl aufnehmen zu lassen und prompt bekam ich eine mehr oder weniger feste Email, dass ich als Local Data Quality Evaluator bei Google im Team eine Chance hätte aufgenommen zu werden. Natürlich hat auch gleich mein lieber Göttergatte seine Chance gewittert und meinte er könne sich ja auch mal bewerben, immerhin erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass einer von uns die Stelle kriegt und der andere kann dann als Zecke einfach mit ins Ausland ziehen. Gesagt, getan. Ivonne, unsere Ansprechpartnerin bei der Vermittlung (über die wir jetzt bei Google angestellt sind) hat ihn dann auch gleich in die Auswahl aufgenommen und die Vorgeschichte mit Telefoninterview könnt ihr ja bei den Einträgen über den Konstanzurlaub nachlesen. Also waren wir mehr als nur in der generellen, sondern sogar in der engeren Auswahl angelangt. Und plötzlich hieß es, wir sollen tatsächlich zum Interview geladen sein... aber nicht, wie wir erst dachten, über Skype, immerhin waren wir ja immernoch in Deutschland, sondern tatsächlich vor Ort am Business Park in Dublin.
Da wir nichts zu verlieren hatten, haben wir uns gesagt, dass es im absoluten Versagensfall trotzdem noch ein lustiger Kurztrip in eine bekannte europäische Hauptstadt wäre und haben unsere Flüge gebucht. Eine Woche bevor wir nach Dublin abgeflogen sind, kommt bei mir eine Mail vom Auslandsabteilung der Agentur für Arbeit (ZAV) in mein virtuelles Postfach geflattert. Die laden mich doch tatsächlich zu einer Maßnahme ein um Bewerben auf Englisch zu üben! Na, wenn das kein Omen war! Das habe ich dann wieder meinem Göttergatten erzählt, der dann prompt auf die Idee kam, sich mal wieder ranzuhängen und weiterer Nutznießer der Agentur zu sein. Innerhalb der nächsten Tage hat Jonas dann abgeklärt ob er mitkann, aber das hat dann tatsächlich funktioniert und wir sind am 24.5., also am Tag vor unserem Abflug nach Dublin, nach Stuttgart (eigentlich Bad Cannstatt, aber egal) und haben dort an einem Bewerbungstraining teilgenommen. Ich finde, dass das Training sehr viel gebracht hat. Die ganze Sache wurde von Andy geleitet, einem amerikanisch-englischen Muttersprachler, der einigen Einblick hatte, da er sich sehr oft schon beworben hat, sowohl im deutschen, als auch im englischsprachigen Markt und darüberhinaus auch die andere Seite kennt, da er auch schon Leute eingestellt hat. Er konnte auch sehr gut über ihm völlig fremde Märkte reden (was zB das gewünschte Format vom Lebenslauf betrifft), wie den australischen Markt. Allgemein war die Stimmung sehr locker und es war sehr lustig zu sehen aus was für unterschiedlichen Bereichen die Leute zu so einem Seminar kommen.
Am Ende konnte ich sehr viel davon direkt mitnehmen für mein Bewerbungsgepräch zwei Tage später. Außerdem hatten wir einige Probefragen zum Durcharbeiten, einige Ideen und Eindrücke wegen unserem Lebenslauf und einige Rückversicherung, dass mein Englisch wohl gar nicht soo schlecht ist.
(Am Ende haben Jonas und ich einen Brief bekommen, er unser Englisch beschreibt, so eine Art Einstufungstest. Jonas hat 91 von 100 Punkten und ich immerhin um die 85 oder so. Ich hab den Brief gerade leider nicht da, sonst könnte ich genauer nachschauen. Aber das ist doch ein recht gutes Gefühl.)
Abends haben wir dann vollends gepackt (ich hatte soweit schon alles fertig dabei, da wir von Gmünd aus losgefahren sind) und waren doch noch mäßig hibblig, eigentlich. Eigentlich fühlten wir uns beide sehr gut vorbereitet. Vor allem war das Seminar in einer Mischung aus Englisch und Deutsch, sodass man eigentlich schon bisschen wieder im Englischen drin war. Es war auf jeden Fall fürs Ego gut bzw. hat uns gut beruhigt, dass das was da auf uns zukommt machbar ist.
Samstag, 2. Juli 2011
Noch vor Dublin, die Zweite
So, damit ich endlich mal den Mai hinter mir lassen kann kommentiere ich heute sehr kurz über den 15.5. An diesem Tag haben wir DSA mit Tina, Stephan, Jens und Daniela gespielt. Ich fand es mal wieder interessant wie unterschiedlich Leute spielen und so war es für Tina und Stephan ganz normal, dass die Gruppe nicht gleich am ersten Abend zusammengeführt wird. Wir haben alle jeweils an unseren Startpunkten angefangen und kamen überhaupt nicht dazu miteinander zu spielen. Eigentlich war das sehr schade, weil sich Stephan dann auch ziemlich viel mit der Diebin von Tina beschäftigt hat, kamen wir uns schon etwas merkwürdig und sehr vernachlässigt vor. Aber an sich meistert Stephan wirklich gut. Er könnte noch ein bisschen mehr einfach bestimmen und auf unnötiges Nachblättern verzichten, sind wir doch alle nicht so Quellenband-fest. Immerhin haben Jens, Daniela, Jonas und ich uns darauf geeinigt der Runde noch eine zweite Chance zu geben und danach mal zu schauen ob es wirklich Sinn macht noch zu spielen. Vor allem aber am Spielabend selbst, wenn es wieder so langatmig wird frühzeitig zu sagen, dass das so einfach nicht geht. Ganz nett war die Idee, gemeinsam zu frühstücken und dann erst zu spielen. Aufgehört haben wir dann so gegen 7 Uhr, da wir alle noch Zuhause Abendessen wollten.
21.5.
Am nächsten Wochenende war dann Manus Wochenende, der ja am 16.5. Geburtstag hat und daher direkt die nächste Möglichkeit genutzt hat um richtig einen draufzumachen. Zu meiner Verblüffung kam tatsächlich auch Benni, mit dem sich Manu doch zwischenzeitlich etwas zerstritten hatte, oder zuviel gemacht und sich daher auf Distanz begeben hatte, irgendwie sowas. Aber das war eigentlich echt cool. Blöd war nur, dass es so unglaublich spät Essen gab, dass vorher alle schon einiges getrunken hatten (allen voran, Jonas und ich *schäm). Daher war keine gute Grundlage vorhanden, was natürlich desaströs enden musste! Nächstes Mal werde ich glaube auf Verdacht eine Kleinigkeit vorher essen und dann hingehen. Endet dann hoffentlich weniger bös. Dafür war die Stimmung eigentlich ganz gut, bis die Penner von nebenan kamen und die ganze Zeit Bier geschnorrt haben. Aber ich muss ehrlich sagen gegen später, wäre ich da noch dagewesen hätte ich gerade Jochen (hieß er so?) gebeten dann doch wieder wegzugehen, immerhin feiern wir hier grad im engen Kreis und so nett er ist, ein langjähriger Freund ist er dann doch nicht... Am Sonntag danach ging es Jonas und mir ziemlich dreckig, wie man sich ja denken kann. Nicht wie in Düsseldorf wo wir jeden Abend Party gemacht haben und am nächsten Morgen-Nachmittag wieder soweit fit waren, dass wir uns für die nächste Party anhübschen konnten. Einfach tot. Aber immerhin war ich bis Dienstag wieder fit, denn da geht jetzt die Erfolgsgeschichte Irland los...
Nachträge zu Dublin und der Vorgeschichte zum Job....
Montag, 27. Juni 2011
Nachträge und Lebenszeichen
Nachträge von vor einer ganzen Weile...
6.5.
Eigentlich will ich die vergangenen Tage wirklich noch nachtragen, wenn erstens habe ich mir gerne die Notizen gemacht um später darüber zu schreiben und zweitens interessiert es jemand ja vielleicht, und wenn nur ich in ein paar Jahren nochmal nachschaue und nachlese. Oft ist es ja auch wirklich nicht viel, dass einer nachträglichen Erwähnung wert ist und so auch bei den Notizen vom 6. Mai.
Ich habe an diesem Tag ganz normal gearbeitet, bei Hanna Zuhause und ihr Nachhilfe gegeben. Lustigerweise wurde ich aber von ihrer Mutter tatsächlich im Ernst gefragt, ob ich nicht auch in Chemie Nachhilfe geben könnte. Englisch – Chemie : Ist doch alles irgendwie das Gleiche. Nuja, ich hab mir dann mal das Schulbuch zeigen lassen und habe endgültig eingesehen, dass ich absolut keinen naturwissenschaftlichen Wert habe ^^ Interessant dabei war vor allem, dass der Nachhilfedienst, über den ich da angestellt bin, der Familie gesagt hat, dass ich das doch bestimmt könne und sie mich einfach mal fragen sollen...
Jua, wir haben zwar an dem Tag auch Shadowrun gespielt, aber ich behaupte mal, das ist generell nicht so erwähnenswert, da es doch etwas lang her ist, dass ich noch weiß was genau da passiert ist. Da mache ich lieber mal einen Eintrag später noch, in dem ich dann abschließend und rückblickend etwas über die Runde schreibe.
7.5.
Ein weiterer Nachtrag zu einem längst vergangenen Tag. An diesem Tag haben wir uns zum ersten Mal mit Tina und Stephan getroffen. Das sind zwei sehr nette Rollenspieler, die mich über die Spielerzentrale gefunden und kontaktiert haben, weil sie vom Pott hergezogen sind und Anschluss suchen. Der erste Eindruck war sowas von positiv! Offene Leute, lustig, haben viel DSA-Erfahrung und haben auch schon merkwürdige, aber interessante Konzepte gespielt. Wir waren bei denen zum Kaffee eingeladen und weil wir nicht so richtig wussten, was uns erwartet haben wir vorher noch schnell eine Waffelmischung beim Norma gekauft um was kleines zum Kaffee zu haben. Da haben die beiden aber doch tatsächlich eine ganze Platte Kuchen für uns vier geholt! Richtig klasse leckeren Konditorkuchen. Wir sind dann auch ziemlich lang geblieben, aber wir konnten uns dann doch noch losreißen und haben noch meiner Mama zum Muttertag Schoki gekauft. Und zwar ganz schön interessante! Meersalz (sehr interessanter Geschmack), Balsamico-Himbeer, Ingwer und Chili. Die gibt es alle im Rewe beim Feinkostschokiregal. Leider habe ich nur die Meersalz probieren können, worbei mich sowieso sonst nur die mit Balsamico-Himbeer gelockt hätte, aber die gibt’s ja vielleicht noch, wenn ich wieder in Deutschland bin.
Ansonsten haben Jonas und ich angefangen Champions of Norrath zu spielen. Das ist ein weiterer D&D-Teil für die PS2 und spielt sich so wie die Dark Alliance Teile, die wir davor gespielt haben. Aufmerksam wurden wir darauf, weil wir mal generell nach Coop-Spielen gesucht hatten. Davon gibt es gar nicht so viele, wie man vielleicht glauben will, in die Richtung. Viele sind gegeneinander, so auch CoN. Generell ist es ein ganz lustiges Spiel, aber ich muss ehrlich zugeben, dass es genau die Schwächen hat, die beim ersten Dark Alliance noch drin waren, beim zweiten aber verbessert wurden. Man sammelt Geld gegeneinander, das heißt einer sollte alles Geld verwalten. Man bekommt unabhängig voneinander EP, das heißt einer muss immer wieder nachlvln (ratet mal wer ;) ). Es war also schon frustrierend, dass genau die Neuerungen, die uns so gefallen haben beim 2. Teil der Dark Alliance-Serie jetzt wieder über den Haufen geworfen wurden. Aber vielleicht gefällt es ja mehr Leuten sowas gegeneinander zu spielen, auch wenn ich mir wirklich nicht vorstellen kann, warum. Vor allem auf der PS. Am PC an verschiedenen Rechnern über Battlenet okay, aber so... Aber man muss ja bekanntlich nicht alles verstehen.
8.5.
Und noch ein weiterer Eintrag zu einem lang vergangenen Tag. Das wohl wirklich erwähnenswerte an diesem Tag war der lange, schöne Spaziergang mit meinen Eltern auf dem Sklupturenpfad in Niederalfing. Das ist wirklich toll da. Immer wieder stehen große, hölzerne Figuren eines Märchens oder einer Sage am Wegesrand. Einige davon sind wirklich schön, andere sind über Geschichten, die ich noch nie gehört habe. Ich kann das wirklich nur empfehlen. Wäre vielleicht auch eine ganz interessante Fahrradstrecke für Jan, da es wohl drei Abschnitte an Skulpturenpfaden gibt, gibt es da einiges zu erfahren und entdecken. Wir sind wegen des immernoch etwas angestrengten Herzen meines Vaters nur einen kleinen Weg gelaufen, das war aber auch schon genug, wenn man gemütlich läuft und sich die Figuren genau anschaut.
Weil wir so wenig Lust hatten bei Champions of Norrath weiterzuspielen haben wir uns dann dafür entschieden endlich mal ein bisschen bei Milas Kingdom Hearts weiterzumachen. Das müssen wir immerhin auch endlich dann mal zurückgeben. Immerhin haben wir doch vom Ohrli auch neuen Input bekommen! Ich mag Kingdom Hearts ehrlich gesagt. Ich finde die Anime-Hauptfiguren zwar nicht so den Hit, weil sie einfach nicht das Flair der FF-Figuren haben und auch der Hauptplot ist etwas merkwürdig (Und die Arielle-Stimmen sind die neuen -.-), aber ich finde es eine super Grundidee irgendwie. Ein Spiel über die Disneyfilme ohne über die Disney-Filme zu sein. Auch gut finde ich dass zwar die Mickey-Mouse/Donald/Goofy-Ecke eminent vertreten ist, aber eigentlich bisher unwichtig, weil das doch die Disney-Geschichten sind, die mich am allerwenigsten interessieren. Besonders toll fand ich bisher die Welt von Halloween (The Night Before Christmas). Etwas nervig generell ist die Steuerung und auch die Tatsache, dass man, wenn man alle Boni sammeln will, wirklich ständig alle „alten“ Lvl nochmal besuchen muss, weil man manche Sondersachen erst mit neu gelernten Techniken freischalten kann. Ganz schrecklich fand ich die Welt von Pinocchio... Wal-Innereien... ich bitte euch! WUARGH! Ganz durch sind wir leider immernoch nicht. Aber wir arbeiten dran, wenn die PS dann mal wieder da ist und wir uns einen Fernseher gemietet haben (ja, gemietet, richtig gelesen).
Auch toll war, dass mich da der Kater an dem Tag aufgeweckt hat. Der kam ganz allein in mein Zimmer rein und ist auf mich draufgehüpft. Kennt ihr Simon's Cat? Ja, so ungefähr. Naja, vielleicht ohne Baseballschläger. Das ist besonders toll, weil er wohl nachdem er vor Kurzem nochmal operiert wurde, sich nicht ganz davon erholt hat. Er darf mittlerweile wohl nicht mehr raus (das ist alles so ziemlich gleichzeitig mit meinem Abreisen losgegangen) und wenn er doch mal entwischt muss man erstmal ganz lange nach ihm rufen und suchen, bis er sich zeigt und man muss ihn dann über die Treppe mit in die Wohnung nehmen, weil er nicht mehr den Balkon hochkommt. Weil wir Angst haben, dass er überfahren wird, oder sich sonstwo wehtut (zB in einem Zaun hängen bleibt oder ähnliches), darf er jetzt eben nicht mehr raus. Seine wilden Jahre hat er sowieso hinter sich, aber es tut mir schon sehr weh zu hören, dass es ihm so schlecht geht. Wo er doch immer der Draußen-Kater war und total aggro wurde, wenn man ihn nicht rausgelassen hat. Ich hoffe sehr, dass er an Weihnachten noch da ist, wenn ich zu Besuch komme...
Aber lieber mal von einem noch angenehmeren Thema: A Game of Thrones. Ich habe mittlerweile schon eine ganze Zeit her das erste Buch der Reihe durch und ich muss sagen: Danke Jan, eine wirklich gute Empfehlung! Die ganze Sache ist vor allem deshalb auch nochmal wieder aktuell, weil Jonas momentan dabei ist das erste Buch zu lesen und ich glaube er schafft es, die 807 Seiten in 4 Tagen gelesen zu haben. Er hat zwar vorher schon etwas angefangen, aber eigentlich gelesen hat er davor noch nicht. Er verschlingt es geradezu. Mir ging es nicht viel anders, als ich die ersten Startschwierigkeiten (die Jonas nicht hatte) überwunden hatte und im Plot drin war. Hut ab, kann man da nur sagen! Ich freue mich schon sehr darauf den zweiten Teil zu lesen. Hier in Dublin stehen alle Bücherläden voll mit den Büchern. Sogar eine andere Layout-Version steht hier herum für die Serie. Leider habe ich noch keine Folge der Serie sehen können, da Kino.to down ist und wir ja sowieso noch kein Inet haben hier. Während der Arbeit habe ich zwar schon gesagt bekommen hat die Deutsche, von der wir unsere Möbel haben (davon später mehr), immer ihre Serien geschaut, aber ich glaube nicht, dass ich damit anfangen möchte. Musik hören ja, Serien, eher nein. Andererseits könnte ich mich eigentlich schon mal schlau machen wie das hier so ist mit Kino.to Ersatz.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Das erste Buch der Reihe ist wirklich super! Ich möchte nicht spoilern, daher gehe ich mal eher nicht so auf den Inhalt ein, aber mir gefällt vor allem wie lebendig die Figuren sind, wie menschlich alle dargestellt sind. Gegen Ende hatte ich ein paar Sachen, die mir gar nicht gefallen haben im Hinblick auf Daenerys und auch auf Sansa, aber gut, man kann ja nicht alles haben. Die Kleinigkeiten sind wirklich schon auf sehr, sehr hohem Niveau gemeckert und der Roman ist wirklich sagenhaft!
Ansonsten kann ich an dieser Stelle mal kurz vom Abnehm-Battle erzählen, das wohl in seiner zweiten Runde nicht so wirklich realisierbar ist, weil wir bisher noch keine Waage haben und wir nicht wissen, ob uns das Packet in dem sie ist, noch rechtzeitig erreicht. Also erstmal zum Battle im Mai. Mila und Jonas haben zusammen gewettet, dass sie jeweils mehr abnehmen können, als der andere und der „Preis“ war ein romantisches Candle-Light-Dinner von mir gekocht. Eigentlich war das Ganze nur aus einer Blödelei und dummen Sprüchen geboren, daher auch der merkwürdige Preis, aber irgendwo war die Idee dann doch nicht so blöd, weil ja beide abnehmen wollen und Konkurrenzdruck ist ja immer gut bei sowas ;)
Generell lässt sich festhalten, dass Mila die bessere Selbstbeherrschung hat und Jonas durch den Ausrutscher an Manus Geburtstag (dazu später mehr) seinen knappen Vorsprung aufgeben musste und Mila so lässig an ihm vorbeiziehen. Insgesamt hat sie mit einer Mehrabnahme von 0,8 kg gewonnen. Klingt wenig, war aber sicher harte Arbeit und das ist ja nicht die Gesamtabnahme, sondern nur, was sie mehr weniger hatte als Jonas. :)
Leider konnte ich bisher noch nicht für das romantische Candle-Light-Dinner sorgen, aber vielleicht, wenn sie mich mal in Dublin besuchen kommt, ansonsten dann wieder in einem Jahr.
14.5.
Erinnert ihr euch noch? Vor mehr als einem Monat war tatsächlich ein Mega-Event in Deutschland, Düsseldorf, um genau zu sein. Ja, der Eurovision Songcontest war. Eigentlich wollte ich von meinen Eindrücken berichten, meinen Favouriten, meinen Anti-Favouriten, aber leider ist es schwer noch an alle zu denken, wenn man kein Internet hat, sie sich alle nochmal anhören kann und dann nochmal nachdenken.
Daher lasse ich es einfach mal kurz gesagt sein, dass ich Jedward nicht schlecht fand. Erfrischend anders irgendwie. Ich fand Lenas Lied gut, aber ihren Auftritt dieses Jahr fürchterlich gestellt... Ein Wunder, dass sie es auf den 10. Platz geschafft hat (wohl nur Dank der Österreicher). Besonders gut gefallen haben mir die Türken, die es leider nicht ins Finale geschafft haben, sondern im Halbfinale ausgeschieden sind. Eigentlich eine Frechheit, weil Deutschland an dem Tag nicht anrufen konnte und daher die Türken in Deutschland keine Chance hatten für ihr Land anzurufen. Ich fands sehr schade. Das Land mit der Sandzeichnerin hat mir auch sehr gut gefallen, ich mochte das Kleid mit den Flügelschultern sehr.
Außerdem hat mir Russland irgendwie gefallen. Auch wenn der Typ furchtbar schleimig war ^^ Dänemark mit dem Briten fand ich auch nicht schlecht. New Tomorrow glaub ich hieß das Lied.
Naja, vielleicht kommt rückblickend nochmal was dazu, aber wenn ich bedenke, dass ich noch soviel schreiben muss rückblickend, weil ich vor meiner Abreise so viel unterwegs war, dann glaube ich das eher nicht... Vielleicht könnte man das ja mit Jans Idee eines Musikblogs mal realisieren über die Lieder zu labern...
Mittwoch, 15. Juni 2011
Kurz vor dem Flug
Ansonsten ist Jonas immernoch nicht völlig gepackt. Ich bin mit dafür verantwortlich, weil ich gerade den PC belagere, aber sobald ich hier fertig geschrieben habe wird er abgebaut und verkistet.
Heute Morgen habe ich mir außerdem ganz normal die Zähnchen geputzt, aber die Zahnpasta war so eklig.. die sah sowieso schon aus wie aus dem letzten Jahrtausend und ebenso hat sie auch geschmeckt - BAH!
Jonas und ich sind nu auch endlich versichert, bzw. wir wissen wie wirs mit Auslandskrankenversicherung machen. Das beruhigt auch ein wenig.
Gestern habe ich mit Barbara (Jonasens Mutter) Goodbye Deutschland - Die Auswanderer angeschaut. Es beruhigt mich, dass ich doch nicht halb so naiv bin, wie ich immer denke ich Vergleich zu anderen Menschen.
So, ein Bett möchte abgebaut werden.
Hasta luego, quizás.
Montag, 13. Juni 2011
Packen, packen Häusle mitnehmen
Gestern waren wir mit Jonas Eltern essen. Ein sehr schickes, recht deutsches Restaurant in Schlat. Es war super lecker, aber das Menü, das wir uns alle geteilt haben, war sehr mächtig. Zu jeder Speise wurde immer ein neues Getränk aus der hauseigenen Herstellung serviert. War mal etwas anderes als immer nur billig-Chinese.
Heute gibts großes Abschiedsessen bei meinen Eltern. Da gibts gutes schwäbisches Essen. Ein letztes Mal Heimatfutter.
Am Wochenende waren wir Abschied feiern. Aber das Ganze jetzt ausführlich zu erzählen sprengt leider meinen Rahmen, bis ich losfahren muss. Jonas holt gerade noch das Autoradio, das er meinem Vater vermacht, der anstatt sich zu bedanken und sich zu freuen sagt, dass er sowieso keinen Bock hat es einzubauen. Naja, sein Pech. Mein Bruder bekommt unseren Brother vermacht ^^
Am Samstag gabs dann auch einen riesigen Haufen Geschenke, wo eins besser wurde als das andere und ich immernoch total begeistert bin. Das kommt auf jeden Fall alles mit nach Dublin und wird sehr gewertschätzt :)
So, Auto ruft.